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17.01.2007

12:33 Uhr

Zehn Stunden hat die Krisensitzung der CSU gedauert. Doch eine Lösung des Führungsstreits hat sie nicht gebracht. Die CSU-Spitze scheut den Königsmord, Edmund Stoiber selbst hat keinen wirklichen Handlungsspielraum erstreiten können.

Der Selbstbewusste muss sich von nun an mit der zweiten Reihe absprechen. Sein Konzept der Überzeugungsarbeit an der Basis hat Patina – das hat er schon mal gemacht, als die Partei ihm wegen seiner Berliner Hin-und-Her-Ambitionen graulte. Partei und Ministerpräsident machen sich mit ihrem Zaudern zu Getriebenen. Der Druck, zügig eine überzeugende Lösung herbeizuführen, wird von Tag zu Tag größer werden. Meinungsumfragen deuten schon jetzt einen dramatischen Stimmungswandel in Bayern an. Dies werden sich die Abgeordneten nicht lange anschauen, schließlich geht es um ihre künftigen Mandate.

Stoiber hat zwar Zeit gewonnen, doch die Frage ist, ob er damit etwas anfangen kann. Die CSU-Spitze und vor allem das Machtzentrum der Landtagsfraktion scheint entschlossen, personell auch in andere Richtungen zu denken. Dass hier der amtierende CSU-Vorsitzende noch einen Umschwung herbeiführen kann, ist nach den Tagen in Kreuth fraglich. Ohne einen konkreten Zeitplan für die Zukunft seitens Stoiber wird es nicht weitergehen.

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