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17.01.2005

14:03 Uhr

Eine bessere Beweiskraft für die Wirksamkeit von DNA-Analysen in der Polizeiarbeit hätten sich Deutschlands Kriminalbeamte kaum vorstellen können als im Fall Moshammer. Um so grotesker wirkt der Widerstand all derer, die nun als Bedenkenträger in der Öffentlichkeit auftreten. Ganz besonders gilt dies für die Grünen und die FDP. Beim genetischen Fingerabdruck handelt es sich eben nicht um ein Instrument zur Weitergabe von Erbinformationen. Das ist technisch und gesetzlich ausgeschlossen. Vielmehr ist es, einem Fingerabdruck vergleichbar, ein Hilfsmittel zur reinen Identitätsfeststellung. Eine DNA-Probe stellt deshalb auch keinen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar. Im Gegenteil: Er verhindert, dass gegen Unschuldige polizeilich ermittelt wird und bewahrt vor Justizirrtümern. Wer der Polizei so wenig traut, wie dies der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, in der DNA-Debatte zu erkennen gibt, muss sich fragen lassen, wie es um sein übriges staatsbürgerschaftliches Verständnis insgesamt bestellt ist.

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