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15.01.2007

05:00 Uhr

Das Portfolio von gut 90 Hotels wird auf den französischen Branchenriesen Accor, bisher Dorint-Gesellschafter, und auf die neu gegründete Dorint GmbH aufgeteilt. Damit soll das seit Jahren an der Pleite entlangschrammende Unternehmen gerettet sein.

Ausgerechnet in einer Zeit, in der die internationale Hotelbranche von Konzentrationsprozessen und wachsender Größe beherrscht wird, muss die verbleibende Dorint sich ohne internationale Unterstützung behaupten. In jedem Fall: Die Ära, in der die Gruppe in einem Atemzug mit Steigenberger oder Maritim genannt wurde, ist schon mangels Größe vorbei. Die neue GmbH spielt nur noch auf den hinteren Plätzen des deutschen Marktes.

Mag sein, dass der seit langem bestehende gute Ruf der Marke hilft. Aber die neue Dorint wird ohne den globalen Buchungsverbund des großen Partners Accor ihre Schwierigkeiten kaum lösen. Immerhin, im monatelangen Überlebenskampf konnte für die Hotels erreicht werden, dass die Pachtzahlungen an die Eigentümer der Hotelimmobilien deutlich gesenkt wurden. Was das Hotelmanagement freut, ärgert die Investoren.

Jahrelang haben vor allem gut verdienende Freiberufler und Mittelständler in die vom Kölner Immobilienentwickler Herbert Ebertz aufgelegten Fonds investiert. Auf diese Weise haben sie Ebertz’ ehrgeizige, von Branchenkennern zuweilen als unseriös und maßlos eingeschätzte Hotel-Expansion finanziert.

Dass nun ausgerechnet die Ebertz-Firma die „neue Dorint“ zu neuem Erfolg führen will, wirkt da schon fast wie ein schlechter Witz.

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