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03.01.2008

05:18 Uhr

Händler, aufgepasst. Der deutsche Konsument wird immer unberechenbarer. Er lässt sich einfach nicht mehr in das Korsett der traditionellen Statistik zwängen. So ist der Nachhall des eigentlich recht ordentlichen Weihnachtsgeschäfts immer noch zu hören. Warum sonst gewähren Elektronikmärkte, die eigentlich Teures hassen, derzeit so spektakuläre Rabatte, um weiterhin breite Käuferschichten in ihre Filialen zu locken?

Immer häufiger legen die Deutschen einen Geldumschlag oder einen Gutschein unter den Weihnachtsbaum, um sich enttäuschte Gesichter oder Umtauschwünsche zu ersparen. So sehen inzwischen ein Fünftel aller Weihnachtsgeschenke aus, die in diesen Tagen immer noch im Einzelhandel umgesetzt werden. Die Händler freut es. Doch die Statistiker haben damit ein Problem. Denn ihr Weihnachtsgeschäft endet unwiderruflich am 31. Dezember. Das Zahlenspiel, von dem zuständigen Bundesamt viel zu spät publiziert, wird somit immer ungenauer. Der Branchenverband kann sich bald nur noch auf eigene Umfragen stützen.

Doch der durchschnittliche Verbraucher hat sich hinsichtlich des Weihnachtsgeschäfts nicht nur zeitlich neu orientiert. Auch in der Wahl seiner Einkaufsstätte wird er aufgeschlossener. Ein Fünftel des Weihnachtsgeschäfts wird inzwischen bequem online abgewickelt. Dabei haben naturgemäß die „Platzhirsche“ des Internethandels wie Amazon und eBay die Nasen vorn.

Der traditionelle Versandhandel verfügt hingegen noch nicht über passende Werkzeuge, die seinen Umsatz so richtig anheizen. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich der Online-Handel entwickelt, könnte er sich ganz schnell auf der Verliererstraße wiederfinden.

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