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02.02.2009

12:32 Uhr

Fluglinien

Ryanair gewinnt in der Rezession

VonDirk Heilmann

Konsequent billig – das ist das richtige Geschäftsmodell für diese Zeiten. Genau ein Jahr ist es her, dass sich Ryanair-Chef Michael O’Leary öffentlich eine „tiefe, blutige Rezession“ wünschte. Die hat er nun bekommen, und tatsächlich erweist sich der irische Billigflieger als der Gewinner.

Konsequent billig - das ist das richtige Geschäftsmodell für diese Zeiten. Genau ein Jahr ist es her, dass sich Ryanair-Chef Michael O'Leary öffentlich eine "tiefe, blutige Rezession" wünschte. Die hat er nun bekommen, und tatsächlich erweist sich der irische Billigflieger als der Gewinner. So zuversichtlich ist O'Leary, dass er für das Geschäftsjahr zum 31. März einen Reingewinn voraussagt, obwohl das vergangene Quartal einen herben Verlust einbrachte. Und wie schon in der Krise nach 2001, wächst Ryanair ungebremst weiter, während Konkurrent Easyjet die Flugzeugbestellungen zeitlich streckt.

Das Geschäftsmodell von Ryanair ist sogar so robust, dass es die schon traditionellen Fehlschläge mit Treibstoff-Hedging und den zweiten missglückten Anlauf zur Übernahme des irischen Konkurrenten Aer Lingus verzeiht. Denn Tatsache ist, dass Ryanair viel besser dastehen könnte, wenn mal jemand den Mut aufgebracht hätte, O' Leary den von vornherein wenig Erfolg versprechenden Griff nach Aer Lingus auszureden.

Wenn der Aktienkurs von Aer Lingus auf dem aktuellen beklagenswerten Stand bleibt, dann muss Ryanair im Gesamtjahr mehr als 150 Millionen Euro auf seine Beteiligung an dem Unternehmen abschreiben. Schon in den ersten neun Monaten zehrte die Abschreibung fast den gesamten Unternehmensgewinn auf. Dabei sind die Kosten für Berater und Banker noch gar nicht enthalten.

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