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26.01.2007

05:20 Uhr

Ford

Schocktherapie

VonMatthias Eberle

Vorstandschefs werden am Ende einer Amtszeit an Zahlen gemessen, nicht an schicken neuen Autos oder schlauen Reden. Also ist es gute Übung, nach einem Führungswechsel die Latte möglichst tief zu hängen und die trübe Konzernbilanz einer Generalreinigung zu unterziehen.

Ford macht da keine Ausnahme: Der gefeierte Boeing-Sanierer und neue Konzernchef Alan Mulally will nicht ausbaden, was ihm seine Vorgänger beim zweitgrößten US-Autokonzern eingebrockt haben. Wer später als Retter dastehen will, sehnt sich förmlich nach tiefem Rot in der ersten Bilanz. So hat es einst Jürgen Schrempp zum Amtsantritt bei Daimler-Benz gehalten, so macht es auch die Konkurrenz. Ford hat so viele Risiken in die Bilanz 2006 getragen wie möglich: Unter dem Strich stehen fast 13 Milliarden Dollar Verlust, das mit Abstand höchste Minus, seit Henry Ford 1903 mit dem Bau von Autos begann. Die Schocktherapie dient womöglich auch als Signal an die US-Regierung, um den heimischen Autobauern bei den hohen Gesundheitskosten entgegenzukommen.

Die Börse kann Ford nicht mehr schrecken. Denn das Gute an der schlechten Nachricht ist: Alles wird besser! Ford wird 2007 kein zweites Mal zehn Milliarden Dollar in eine fällige Kernsanierung stecken. Fast 40

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