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16.01.2007

05:34 Uhr

General Electric

Milliarden für die Zukunft

VonJoachim Hofer

Es mag Finanzvorstände geben, die mit solchen Summen vertraut sind. Für Normalverdiener sind die vielen Milliarden Dollar, mit denen das amerikanische Konglomerat General Electric (GE) in diesen Tagen jongliert, aber unfassbar viel Geld.

Die größten Deals in Kürze: Am Montag vergangener Woche kündigte der Mischkonzern an, für 1,9 Milliarden Dollar einen Zulieferer für die Erschließung von Öl- und Gasfeldern zu kaufen. Noch am selben Tag sickerte durch, dass das Traditionsunternehmen seine Plastiksparte für geschätzte zehn Milliarden Dollar abstoßen möchte. Gestern teilten die Amerikaner schließlich mit, knapp fünf Milliarden Dollar für einen britischen Zulieferer der Flugzeugbranche auszugeben. Es ist kein Zufall, dass sich die Nachrichten über solche Mega-Transaktionen derzeit häufen. Denn sie zeigen, dass GE alles dafür tut, um sich fit für die Zukunft zu machen. Konzernchef Jeffrey Immelt setzt seine Ankündigung kompromisslos um, sich auf wachstumsstarke Geschäftsfelder zu konzentrieren.

Dies hat sich zwar auch der Erzrivale Siemens auf die Fahnen geschrieben. Auch die Münchener haben in letzter Zeit Milliarden für Neuerwerbungen ausgegeben und sich gleichzeitig von anderen Teilen getrennt. Doch GE dreht ein Rad, das um ein Vielfaches größer ist als das von Siemens. Noch lässt sich nicht sagen, ob sich der derzeitige Konzernumbau für GE auszahlen wird. Doch die Chancen stehen gut, dass das gemessen am Börsenwert zweitgrößte Unternehmen der Welt auch künftig eine Ausnahmestellung einnehmen wird. Denn in der Vergangenheit hat GE oft genug bewiesen, dass das Unternehmen seine Wettbewerber mit vorausschauendem und entschlossenem Handeln auf Distanz halten kann.

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