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15.12.2011

20:48 Uhr

Gerd Braune

Die Arktis – vom Randthema zum Hotspot

VonGerd Braune

Im Wettlauf um arktische Rohstoffe hat Russland 2007 ein Zeichen gesetzt und seine Flagge im Meer am Nordpol versenkt. Doch nicht nur ihr Rohstoffreichtum macht die Arktis einzigartig.

Handelsblatt-Korrespondent Gerd Braune. Pablo Castagnola

Handelsblatt-Korrespondent Gerd Braune.

DüsseldorfAls ich vor 14 Jahren nach Kanada zog, hatte ich die Arktis nur als Randthema auf meiner Agenda. Die Berichte und Reportagen, die ich von Besuchen im Hohen Norden zurückbrachte, waren überwiegend für die Seiten Vermischtes oder Wissenschaft bestimmt. Es war ein exotisches Thema.

Das änderte sich im Sommer 2007. Da kamen die Russen auf die Idee, ihre Flagge direkt am Nordpol zu versenken und damit zu sagen: Der Nordpol gehört uns. Es war eine reine PR-Aktion, aber nun war die Arktis auf einmal ein politisches Thema. Als dann auch noch die Kanadier den Russen Kontra gaben, kam der Anruf aus Deutschland: Herr Braune, fliegen Sie an den Nordpol und beschreiben Sie den Konflikt.

Was leichter gesagt ist als getan. Der Nordpol ist Eis auf Wasser, anders als der Südpol, der ein eisbedeckter Kontinent ist. Im Sommer ist das Arktiseis mittlerweile so weich, dass Landungen  riskant sein können. Und im Winter, wenn das Eis fest ist, ist es stockdunkel.

Ich flog stattdessen in eine Gemeinde in Kanadas Arktis und beschrieb die Entwicklung. Ich fuhr mit einem Ranger mit einem ATV durch die Steinwüste der Cornwallis Insel und begegnete dabei einem Eisbär. Der war aber offenbar so erschrocken, als er mich sah, dass er ins Wasser sprang und fortschwamm.

Ich war mehrmals dort, in Resolute, Pond Inlet, Iqaluit und an der Nordwestpassage. Ich war in Churchill an der Hudson Bay, Heimat einer größeren Kolonie Eisbären. Immerhin leben in Kanada rund zwei Drittel der 25.000 Eisbären der Welt. Ich liebe die Arktis, die Inuit und die Kälte.

Ich möchte heute einige Entwicklungen in der Arktis darstellen und eventuell auch falsche Vorstellungen korrigieren.

Kommentare (1)

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Otto

16.12.2011, 10:09 Uhr

Interessant, nur der Pol war schon häufig eisfrei, so vor 50 Jahren als das U-Boote auftauchten. Die N/O und N/W Passage waren auch schon früher frei durchfahrbar, die Wikinger sind da durchgesegelt und später auch andere Entdecker.
Die Eiszunahme und Abnahme hat immer wieder stattgefunden wie auch das Klima nie stabil war. Die Kanadier selbst glauben an die Klimareligion nicht mehr.
Ansonsten sollten beide Polarregionen der Erde natürlich besonderen Schutz behalten und nicht industrialisiert werden.

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