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12.01.2005

07:00 Uhr

Großaktionäre steigen aus

Kommentar: Überraschung bei MAN

VonCaspar Busse

Schon seit Jahren wird darüber spekuliert, dass die Großaktionäre des Münchener Mischkonzerns MAN ihre Anteile abgeben werden. Und doch kam der Schritt heute morgen überraschend.

Nach mehr als dreißig Jahren werfen Allianz, Münchener Rück und Commerzbank ihre milliardenschwere Sperrminorität nun kurzfristig auf den Markt - ein echter Coup.

Die MAN-Aktie geht zwar zunächst nach unten, aber die Transaktion ist für alle Seiten positiv. Der neue MAN-Chef Hakan Samulesson kann endlich frei agieren, muss auf die Finanzinvestoren keine Rücksicht mehr nehmen. Dass die Aktien breit und international gestreut werden sollen, ist ebenfalls gut für MAN. Denn damit steigt nicht nur das Gewicht im Deutschen Aktienindex. Auch die Übernahmespekulationen, die sich immer wieder um MAN rankten, dürften abnehmen. Zudem ist die Unsicherheit, was die bisherigen Großaktionäre vor haben, endlich beseitigt. Das lastete lange auf der MAN-Aktie.

Die beiden Versicherer Allianz und Münchener Rück sowie die Commerzbank dürfen sich auch die Hände reiben. Seit den 70er Jahren sind sie bei MAN engagiert. Die Beteiligung dürfte damit zu einem sehr niedrigen Wert in die Büchern stehen - der Buchgewinn aus dem Verkauf wird damit recht hoch sein. So haben sich die drei Finanzkonzerne schon mal ein gutes Polster für das schwierige Jahr 2005 angelegt.

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