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07.01.2008

17:15 Uhr

Die deutschen Unternehmen wollen in diesem Jahr ihre internationale Expansion vorantreiben. Doch nicht in Asien oder Nordamerika wittern sie in diesem Jahr die größten Wachstumschancen, sondern in Osteuropa. Nach der Expansion auf die verheißungsvollen Märkte Indiens oder Chinas stehen nun Länder wie Ukraine, Polen oder auch Russland oben auf der Agenda. Der neue Fokus deutscher Manager auf Osteuropa hat mehrere Gründe. Sicherlich trägt die europäische Integration Früchte, die Einbindung mittel- und osteuropäischer Länder in den EU-Binnenmarkt. Dies ist Grundlage des Trends.

Fakt ist zugleich: Deutsche Unternehmen waren zwar schon vor der EU-Osterweiterung präsent, haben es in den vergangenen Jahren aber verschlafen, sich stark genug auf den boomenden Märkten Mittel- und Osteuropas zu positionieren. Die Euphorie über Indien, China oder Brasilien sollte nicht das Naheliegende vergessen lassen. Welche Chancen in Osteuropa genutzt werden können, haben die österreichischen Firmen bewiesen. Ihr kräftiges Wachstum in den vergangenen Jahren fußt zum guten Teil auf ihrer Ausrichtung auf die Märkte und Konsumenten in den benachbarten östlichen Ländern.

Bei vielen deutschen Firmen dominierte hingegen die Expansion nach Asien. Angelockt von der riesigen potenziellen Nachfrage sind dort nicht nur Großkonzerne wie Siemens mittlerweile gut mit der eigenen Organisation vertreten, sondern auch die Mittelständler. Einige machen in Fernost ordentliche Geschäfte, stellen zugleich aber fest, wie schwierig diese Märkte zu erobern sind. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass nun die der eigenen Firmenkultur näherstehenden Länder Mittel- und Osteuropas wieder attraktiver für Investitionen aus Deutschland werden.

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