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11.02.2012

14:21 Uhr

IT-Branche

Der PC wird zum Auslaufmodell

VonJoachim Hofer

Immer mehr Menschen verzichten auf PCs und Laptops. Doch etablierte Hersteller reagieren nur schwerfällig auf den Wandel. Das wäre nicht dramatisch, würde das Geschäft sich nicht auch an anderer Stelle radikal verändern.

Joachim Hofer  ist  Korrespondent in München. Pablo Castagnola

Joachim Hofer ist Korrespondent in München.

MünchenDie jüngsten Absatzzahlen der großen Computermarken sind erschütternd. Weltmarktführer Hewlett-Packard hat im vierten Quartal 16 Prozent weniger PCs und Notebooks ausgeliefert als im Jahr zuvor. Die noch vor kurzem so erfolgreichen asiatischen Verfolger Acer und Asus mussten noch stärkere Einbußen hinnehmen.

Ein wichtiger Grund: Immer mehr Menschen wenden sich von PCs und Laptops ab. Stattdessen greifen sie zu modernen Smartphones, mit denen sie mobil im Internet surfen können. Oder sie kaufen Tablet-PCs, jene Kleincomputer mit Touchscreen. Immer beliebter werden auch die sogenannten E-Reader für elektronische Bücher. In diesen Kategorien steigen die Verkaufszahlen rasant. Dieses Geschäft aber dominieren andere Konzerne, allen voran Apple und Samsung sowie das Online-Kaufhaus Amazon.

Aus der Riege der traditionellen PC-Hersteller schafft es derzeit nur Lenovo, kräftig zu wachsen und sich in den neuen Feldern zu positionieren. Das liegt vor allem am riesigen Heimatmarkt China, wo der Konzern schon länger konkurrenzfähige Smartphones und Tablet-PCs in den Läden hat. Allen anderen Computeranbietern hingegen ist es bis jetzt nicht gelungen, ihre Produktpalette zu ergänzen.

In den vergangenen Jahrzehnten hat es immer wieder solche Umbrüche in der Computerbranche gegeben. Zuletzt war dies vor fünf Jahren der Fall, als die Netbooks auf einmal populär wurden. Mit den kleinen, günstigen Laptops gelang Asus der Aufstieg in die Riege der weltgrößten Anbieter. Doch der Erfolg ist vergänglich: Beim jüngsten Sprung hin zu den Tablet-PCs waren die Taiwaner, genauso wie die meisten Wettbewerber, schon nicht mehr mit dabei.

Kommentare (8)

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11.02.2012, 19:05 Uhr

500 Euro für ein geschlossenes, in einem Jahr technisch überholtes System, kaum erweiterbar und mit ständig verschmiertem Bildschirm. Echt Klasse. So etwas braucht jeder.
Tablets haben ihre Berechtigung - als Zweit- oder Drittcomputer. Aber keineswegs als PC Ersatz. Nach der Spielphase wird vielen Usern die Beschränktheit dieser Computer allzu deutlich.
Ein Hype - wie vor zwei Jahren Netbooks. Aber clever inszeniert von Apple. Und "man" will ja dazugehören; wird wenigstens suggeriert.

Willi

11.02.2012, 21:00 Uhr

Das ist alles ganz nettes Spielzeug um in der S-Bahn zu posen. Ein Statussymbol um die Sitznachbarin zu beeindrucken und auf cool und hip zu machen. Aber wenn man wirklich damit arbeiten will, dann ist ein echter PC nicht zu ersetzen.

IRR

12.02.2012, 09:48 Uhr

Was für ein schlechter Kommentar. Der, der Zuhause ins Internet will oder am Computer arbeitet, wird immer einen PC haben.
Es ist nur so, dass so langsam die Wachstumsraten in der Sparte natürlich zuückgehen, wenn bald jeder Haushalt einen PC hat.
Aber das hat ja nichts damit zu tun, dass die Leute jetzt nur noch mit ihrem Smartphone arbeiten und surfen.
Den PC wird es in meinen Augen in den nächsten Jahren weiterhin geben und ist durch nichts zu ersetzen.

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