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06.01.2013

16:42 Uhr

Kommentar

Der FDP stehen quälende Wochen bevor

VonThomas Sigmund

Aus der eigenen Partei kam die größte Schelte für FDP-Chef Rösler: Entwicklungsminister Dirk Niebel nahm auf dem Dreikönigstreffen kein Blatt vor den Mund. Wichtig sind aber auch die Worte, die nicht gesagt wurden.

Thomas Sigmund ist stellvertretender Büroleiter in Berlin. Andreas Labes für Handelsblatt

Thomas Sigmund ist stellvertretender Büroleiter in Berlin.

StuttgartDie Hoffnung der FDP-Führungsspitze beim  Dreikönigstreffen zur Geschlossenheit zurückzufinden ist dahin. Die liberale Anhängerschaft konnte im Stuttgarter Staatstheater zusehen, wie Entwicklungsminister Dirk Niebel im Stuttgarter Staatstheater auf offener Bühne mit der Parteispitze und speziell dem FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler abrechnete. Das Team  sei zu schlecht, die FDP müsse jetzt und  nicht erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen die Frage um den Parteivorsitz klären, forderte Niebel.

Den Liberalen stehen damit weitere quälende Wochen bevor, bis  eine endgültige Entscheidung über die Zukunft  Röslers und die Aufstellung für das Wahljahr 2013 gibt. Vor allem die SPD dürfte sich freuen. Die Liberalen verdrängen die Debatte über die Aussagen von Peer Steinbrück über Nebentätigkeiten und Kanzlergehalt auf die hinteren Seiten der Zeitungen. 

Nach dem Dreikönigstreffen: Ein Vorsitzender auf Abruf

Nach dem Dreikönigstreffen

Ein Vorsitzender auf Abruf

FDP-Chef Philipp Rösler hatte auf ein Signal der Geschlossenheit gehofft. Doch Parteifreund Niebel machte ihm einen Strich durch die Rechnung: Beim Dreikönigstreffen der Liberalen setzte er zum Frontalangriff an.

Doch genauso wichtig, was  gesagt wurde, ist, was nicht gesagt wurde. Fraktionschef Rainer Brüderle, der als Nachfolger Röslers genannt wird,  lobte zwar den Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler. "Philipp Rösler ist der Wachstumsminister und Entlastungsminister". Doch die Antwort auf die Attacken Niebels überließ er Rösler selbst.

Dessen Reaktion war kaum die Rede wert. Rösler appellierte an die Partei von Stuttgart aus, ein Signal der Geschlossenheit ausgehen zu lassen. Ein Appell, der angesichts der Lage leicht deplatziert wirkte. Rösler hilft jetzt nur noch ein Wahlsieg in Niedersachsen, der alle Kritiker zum Schweigen bringt. Die Voraussetzungen sind nach dem Dreikönigstreffen dafür denkbar ungünstig. 

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

07.01.2013, 01:44 Uhr

Schauen wir mal, ob der Wähler gelernt hat und die Fähigkeiten der FDP richtig einschätzt. Es gibt einige Kandidaten mit Charisma, die den Schlingerkurs der derzeitigen Politikbestimmer positiv beeinflussen könnten.

Account gelöscht!

07.01.2013, 06:14 Uhr

Das Wahlergebnis von 2009 mit über 14 % hatte die FDP neben einigen speziellen externen Faktoren (Finanzkrise u.a.) in erster Linie ihrem Parteiprogramm zu verdanken.

Es ist eigentlich unfaßbar, wie die FDP bereits in wenigen Wochen nach der Wahl es dann schaffte, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen, indem sie ihr eigenes Programm torpedierte und in wesentlichen Teilen versenkte.

Es sei nur an die Koalitionsverhandlungen erinnert, an Westerwelles Tönen von utopischen Steuersenkungen oder an den MwSt-Blödsinn für Hotels mit der CSU.

Das vergessen die damaligen Wähler der FDP nicht. Dummerweise hat die FDP noch nicht einmal erkannt, was zu ihrem Desaster führte. Die Beschäftigung mit Personalfragen wird sie noch weiter herunter ziehen.

KeinFDPFreund

07.01.2013, 06:59 Uhr

Kandidaten?
Die haben kein Programm? Doch eines, strikt gegen Mindestlohn sein aber für die eigenen Parteifreunde Versorgungsposten auf Lebenszeit schaffen. Und beides darf der Steuerzahler bezahlen die Mindestlöhne (70 Milliarden,pro Jahr) sowie die Postenschacherei.
Diese Partei ist doch nur mehr verlogen,aber von sowas.

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