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23.10.2012

06:49 Uhr

Kommentar

Die Entscheidung wird vertagt

VonAstrid Dörner

Kaum Dramatik, viel Konsens: In der dritten TV-Debatte haben sich Barack Obama und Mitt Romney nur in Details von einander abgegrenzt. Nach dem letzten Duell steht nur eines fest: Die Wahl ist genauso offen wie zuvor.

Astrid Dörner ist Korrespondentin des Handelsblatts in New York.

Astrid Dörner ist Korrespondentin des Handelsblatts in New York.

New YorkEs war ein gesittetes Duell – ungewöhnlich für amerikanische Verhältnisse, fast ein bisschen wie in einem deutschen Wahlkampf: wenig Drama, wenige verbale Übertreibungen, dafür überraschend viel Einigkeit. Das ist gut so.

Statt Unterschiede aufzuplustern, wo es eigentlich keine Unterschiede gibt, sagen US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney in ihrer dritten und letzten TV-Debatte schlicht, wie es ist: In bestimmten Fragen haben sie die gleiche Meinung.

Drittes TV-Duell: Schlagabtausch zwischen Romney und Obama

Drittes TV-Duell

Schlagabtausch der Kontrahenten

Der US-Präsident zeigt sich aggressiv und attackiert seinen Herausforderer.

Die Wähler haben das längst erkannt. Auch wenn die beiden Kandidaten sonst tief zerstritten sind, in der Außenpolitik unterscheiden sich die Kandidaten oft nur in Details. Warum also so tun als gäbe es große Differenzen?

Staatsmännisch haben sich Obama und Romney bei der letzten Fernsehdebatte präsentiert. Rhetorisch hatte der Präsident die Oberhand. Doch insgesamt kann man das Duell als ein Unentschieden werten. Romney wirkte gut informiert und bot mit seiner moderaten Einstellung zu Themen wie Iran und Syrien kaum Angriffsfläche für den Präsidenten. Beide Kandidaten haben gezeigt, dass sie als oberster Befehlshaber des Landes bestehen könnten. Trotzdem ist die Debatte für den Wahlkampf bedeutungslos.

Etappen im Duell Obama/Romney

2. November

Letztmalig vor dem Urnengang werden Arbeitslosenzahlen veröffentlicht

6. November

Präsidentschaftswahl

20. Januar 2013

Vereidigung des Präsidenten

Das Rennen ist genauso knapp wie zuvor. Kaum ein Republikaner wird sich nach diesem Duell umentscheiden und Obama wählen. Kaum ein Demokrat wird ins republikanische Lager wechseln. Und für die wenigen unentschlossenen Wähler, die es noch zu überzeugen gibt, wird die Entscheidung bei so viel außenpolitischer Einigkeit auch nicht gerade leichter.

In zwei Wochen wird gewählt. Dies war die letzte Chance der Kandidaten, ein Millionenpublikum zu erreichen. Jetzt geht es nur noch um Details und darum, bloß keinen Fehler zu machen.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

23.10.2012, 07:41 Uhr

Da las ich in der Post aber was anderes.
Nachdem Mitt nicht so gut ausgesehen hatte,ist auf einmal die Debatte nicht von Bedeutung.Vorher wurde das ganz anders gesagt.Was soll man da glauben.
Ich wenigstens glaube nur den Wahlergebnissen am 6.Novemder nachts.
Die bestimmen den naechsten Praesidenten.Period.

MenschenZeitung

23.10.2012, 08:23 Uhr

Romney hat doch nur bewiesen, dass er eine aussenpolitische Null ist, dazu die unendliche Arroganz, seine Webseite zu empfehlen, wenn er nach Sparmaßnahmen gefragt wird. Obama vs. Romney – Die letzte Schlacht ist geschlagen http://menschenzeitung.de/?p=17095

Es ist einfach die Entscheidung, ob die Amerikaner sich für leise Tritte oder für Poltern ala Rambo entscheiden, ob für ein soziales Amerika oder für eine herzlose Zukunft

JHerbert

23.10.2012, 11:34 Uhr

Schade, dass Ihre Korrespondentin die besten Teile der Debatte verpasst hat. Ganz Amerika und ein großer Teil der Welt amüsiert sich über #horsesandbayonets, "The Atlantic" erklärt ausführlich, um was es dabei geht. Nur der Handelsblatt-Leser erfährt davon nichts. Warum eigentlich?

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