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17.08.2012

10:44 Uhr

Kommentar

Finger weg!

VonOliver Stock

Die EZB ist schon mit ihrer Hauptaufgabe, der Sicherung der Währungsstabilität, ausgelastet. Mehr ist nicht drin. Für den Job der Bankenaufsicht wurde sie nicht geschaffen.

Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online Pablo Castagnola

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Die EU-Kommission will der Europäischen Zentralbank die Aufsicht über alle relevanten Banken der Euro-Zone übertragen. Auch Sparkassen und Volksbanken sollten von der EZB kontrolliert werden. Damit macht die Kommission den dritten Schritt vor dem ersten. Sie sollte die Finger davon lassen.

Die EZB hat genau einen Auftrag: Sie soll die Stabilität des Euro sichern. Derzeit traut der EZB kaum einer zu, dass sie das schafft. Es ist deswegen eine schlechte Idee, die Zentralbank in dieser heißen Phase der Währungsunion mit einer neuen Aufgabe zu betrauen. Erst wenn die Krise vorüber ist, kann die EZB darüber nachdenken, zu welchen neuen Aufgaben sie bereit ist. Ob sie die Bankenaufsicht übernimmt, muss sie davon abhängig machen, wie es dann um ihre Unabhängigkeit bestellt ist. Doch das sind Gedankenspiele.

Erst recht ist es ein Gedankenspiel, jetzt darüber nachzugrübeln, ob auch der öffentlich-rechtliche und der genossenschaftliche Bankensektor unter die Kontrolle der EZB fallen. Es gibt gute Gründe die dagegen sprechen. Der wichtigste Einwand lautet, dass die Verbünde durch ihre Struktur in der Lage sind, sich selbst zu helfen.

Fazit: Die EZB soll den Job machen, zu dem sie geschaffen wurde. Solange sie dabei nicht mehr Unabhängigkeit beweist, traut ihr die Bankenaufsicht in Deutschland niemand zu.

Kommentare (7)

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Ameise

17.08.2012, 10:55 Uhr

Liebes Handelsblatt, bitte bringen Sie die News aus Finnland zum Ende der Eurozone von heute morgen. Danke.

Ameise

17.08.2012, 11:05 Uhr

....sorry, gefunden unter Politik.

1-Weltregierung

17.08.2012, 11:31 Uhr

ha ha ha

seit wann kümmern sich die Wegbereiter 1-Parteiensystem in Europa um absprachen oder gar geltendes Recht ?

Wenn es um Europa geht, kümmern die sich einen Dr.... um Reecht und Gesetz. Und die letzten gengnerischen Stimmen bringt man durch die (angebliche) Krise zum Verstummen.

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