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07.11.2012

07:11 Uhr

Kommentar

Gratulation – und jetzt an die Arbeit!

VonNils Rüdel

Barack Obama hat sich eine zweite Amtszeit im Weißen Haus erkämpft. Doch zum Feiern ist keine Zeit: Jetzt muss der Präsident die Probleme anpacken, die seit Monaten brach liegen. Und unangenehme Wahrheiten aussprechen.

Nach der US-Präsidentschaftswahl

Obamas Siegesrede

Nach der US-Präsidentschaftswahl: Obamas Siegesrede

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Ein langer, quälender Wahlkampf ist zu Ende. Nach langem Zittern am Abend steht nun fest: Der alte Präsident ist auch der neue Präsident, Barack Obama bekommt - durchaus verdient - seine zweite Amtszeit. „Four more years“, „Vier weitere Jahre“, lautete zuletzt der Schlachtruf, und die hat Obama nun Zeit, sein Werk zu vollenden.

Nils Rüdel

Nils Rüdel ist Ressortleiter Politik bei Handelsblatt Online. Zuvor war er USA-Korrespondent in Washington und New York.

Ob es nun an seiner Bilanz lag oder an den wenig überzeugenden Vorstellungen seines Herausforderers Mitt Romney, ob die Amerikaner mit Obama einfach den Kandidaten wählten, der ihnen sympathischer ist, oder ob der Hurrikan „Sandy“ am Ende den Ausschlag gab – das alles ist im Moment noch Spekulation und Stoff für die kommenden Wochen.

Was jetzt zählt ist, dass der neue alte Präsident schnell die dringenden Probleme anpackt. Obama muss das gigantische Schuldenproblem angehen und seinen Landsleuten beibringen, dass die Zeit des Sparens und Maßhaltens begonnen hat. Seine Versprechen etwa, niemandem außer den Reichen im Lande ans Leder zu gehen, werden kaum zu halten sein.

Doch dass sich Obama nun keiner Wiederwahl mehr stellen muss, bedeutet nicht, dass er jetzt durchregieren kann. Im Gegenteil, es lauert die noch viel größere Herausforderung: Er muss über seinen Schatten springen und den politischen Stillstand in Washington überwinden, um die derzeit größte Gefahr für die US-Wirtschaft abzuwenden – die so genannte „Fiskalklippe“ („fiscal cliff“). Zum Jahreswechsel drohen automatische Steuererhöhungen und drastische Ausgabenkürzungen. Einigt sich die Politik nicht und stürzt Amerika ungebremst über die Klippe, könnte sich das Land schon bald in einer neuen Rezession wiederfinden.

Das zu vermeiden erfordert von Obama nun hohe Verhandlungskunst, doch das gehörte in der ersten Amtszeit nicht zu seinen Stärken. Zwischen dem demokratisch regierten Weißen Haus und dem mehrheitlich mit Republikanern besetzten Kongress herrscht seit ewigen Zeiten Funkstille, nicht zuletzt auch deshalb, weil die durch die Tea Party aufgepeitschte Rechte zu keinerlei Kompromiss mehr fähig ist. Die politische Klasse ist praktisch handlungsunfähig, und die Wahl am Dienstag hat an der Konstellation nichts geändert.

Dass die Republikaner nun verhandlungsbereiter sein werden, ist jedenfalls nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Für sie ist Romneys Niederlage ein Desaster. Sie haben es nicht geschafft, einen Präsidenten mit derart schwachen Wirtschaftsdaten aus dem Weißen Haus zu jagen. Die Partei wird sich deshalb in den kommenden Monaten vor allem mit sich selbst beschäftigen. Das gibt wenig Hoffnung darauf, dass die Probleme des Landes endlich angepackt werden. 

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

07.11.2012, 08:20 Uhr

"Gratulation – und jetzt an die Arbeit!"

Schon lange nicht mehr so gelacht:
Die USA brauchen hunderten von Jahren, um Ihre Staatsschuld nur die des Bundes, die privaten und die der Unternehmen nicht eingerechnet abzuzahlen. Wahrscheinlich 300 bis 700 Jahre 15.600 Mrd.

Dieses Thema halten nur 10 % der Amerikaner für vordringlich.

Also wird Geld gedruckt bis zur Hyperinflation.
Damit Jackass nicht merkt wie perfide und verbrecherisch das Papiergeldsystem ist wird ein Krieg provoziert auf dem man später alle Schuld schiebt.
"Ja ohne den Krieg wäre es noch mal gutgegangen....."

Die Probleme werden wie in Europa, UK und vor allem Japan nur aufgeschoben.

Aber es bleibt so wie es ist: Gewinne privatisieren: Die Wallstreetboni steigen um 10 % und werden in den nächsten Wochen ausbezahlt.
Die drohenden Verluste werden mit Steuern abgesichert und fällig werden sie auf jeden Fall!!!!
Tendenziell zahlt somit der kleine Mann am meisten - der Mittelstand.
Der übrige Teil hat nichts und wird deswegen nur über Verbrauchssteuern zur Kasse gebeten, die Superreichen können sich dem entziehen.
Das Ende: Alle werden von Konzerne angestellt sein. Mittelstand weg.

Wahlkampfkosten in USA. offiziell ca. 3 Mrd. $. D.h. die Banken und ihre Hintermänner setzten auf beide Romney und Obama.
So ist es wenn man die nächsten Tausend Jahre sein ergaunertes Vermögen retten will für Urururururururururururururur... -Enkel.
Ich rede hier nicht von Millionären oder Multimillionären, nicht mal von Milliardären, sondern solchen wie den Morgans, den Goldman Sachs, den Rockefeller und Last not least Rothschilds... und den Kriegen die sie seit hunderten von Jahren angezettelt haben.
Maffiöse Strukturen machen es möglich mehrere Billionen(deutsche) in Dollar zu besitzen... Strohmänner.. wie bei der Maffia.
Kann nicht mal mehr müde grinsen, wenn immer Warren Buffet oder Bill Gates als reichste Männer genannt werden.

Rumpelstilzchen

07.11.2012, 08:46 Uhr

Hoffentlich nutzen die Republikaner ihre Niederlage, um sich aus den Fängen der rückwärts gewandten Teaparty zu befreien. Es bleibt zu hoffen, dass diese Leute nie die Regierung der USA erobern. Das ist nun sehr wahrscheinlich, denn der demographische Wandel in den USA (zunehmender Anteil Hispanics, Asiaten und Schwarze) läßt die KukluxClan ähnlichen Ideologien der Tea Party künftig ohne Chance.

Schuldenabbau_jetzt

07.11.2012, 08:58 Uhr

Der gangbare Weg aus der Abhängigkeit des Schuldgeldsystems!
Versucht nur noch bar zu bezahlen, vermeidet neue Schulden und baut eure Kredite und Dispos ab. Versucht nur noch das nötigste über die Banken abzuwickeln. Gebt eure EC- und Kerditkarten zurück. Kündigt alle nicht notwenidgen Versicherungs- und Aboverträge. Schließt notwendige Verträge nur noch mit kurzen Laufzeiten ab, damit sie jederzeit kurzfristig kündbar sind.
Finanziert euer Leben nur mit dem, was ihr auch wirklich real im Geldbeutel habt, macht keine Schulden mehr für Konsumartikel, Häuser und Autos und ihr seid über kurz oder lang wieder frei. Ohne Schulden könnt ihr euer Leben wieder selbst gestalten, anstatt als Atschkriecher eurem Spastenchef jahrelang in den Arsch kriehcne zu müssen. Ihr seid frei gegenüber den Banken, denen ihr keine Zinsen mehr bezahlen müsst. Ihr werdet von Tag zu Tag freier, und bekommt eurer bisher auf Schuld aufgebautes Leben wieder in den Griff. Ich macht euch damit unabhängig von Abzocker-Banken, paranoiden Arbeitgebern und könnt euer Leben wieder selbst gestalten, anstatt es durch jahrelange Ratenzahlungen von anderen abhängig zu machen. Nehmt so wenig wie möglich am Schuldgeldsystem teil, zahlt bar und gebt nur soviel aus, wie ihr ohne Schuldenmachen ausgeben könnt. Fragt euch, was ihr wirklich zum Leben braucht und was nur unnötiger Prunk und Tant ist.

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