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29.02.2012

18:37 Uhr

Kommentar

Herr Wulff, verzichten Sie!

VonFlorian Kolf

Das Bundespräsidialamt hat entschieden, aber die Diskussion um den Ehrensold für Christian Wulff ist damit noch lange nicht beendet. Es gibt nur einen Weg dieses unwürdige Schauspiel ehrenhaft zu beenden.

Florian Kolf, stellvertretender Chefredakteur Handelsblatt Online Frank Beer für Handelsblatt

Florian Kolf, stellvertretender Chefredakteur Handelsblatt Online

Es war ein unwürdiges Gezerre, das die Diskussion um Christian Wulff in den vergangenen Monaten begleitet hat. Stets ging es darum, wie weit man die Grenzen des eigenen Verhaltens im Amt dehnen darf, was juristisch erlaubt ist, was moralisch geboten.

Ganz in dieser Tradition hat auch das Bundespräsidialamt die Gewährung des Ehrensoldes für Wulff begründet, indem es die gesetzlichen Vorschriften zumindest grenzwertig ausgelegt hat. Da Wulff sein Amt nicht aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat, musste eine politische Begründung gefunden werden. Was sich das Amt dann ausgedacht hat, klingt arg gequält: „Es waren objektive Umstände für eine erhebliche und dauerhafte Beeinträchtigung der Amtsausübung gegeben.“

Niemand konnte wahrscheinlich vom Bundespräsidialamt erwarten, dass es die Entscheidung trifft, Wulff den Ehrensold zu verweigern. Deswegen gibt es nur eine Möglichkeit ehrenhaft aus dieser Klemme zu kommen: Wulff sollte freiwillig auf den Ehrensold verzichten.

Es geht nicht nur um die knapp 200.000 Euro im Jahr, die kann sich Deutschland angesichts der Milliardensummen, die im Bundeshaushalt bewegt werden, problemlos leisten. Es ist das Signal, das Wulff mit einem Beharren auf den Ehrensold und auch auf die sonstigen Privilegien wie Büro, Sekretärin oder Dienstwagen aussendet.

Kommentare (100)

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Buerger

29.02.2012, 19:02 Uhr

Was muss passieren, bevor das Volk sich endlich gegen die Selbstbedienungsmentalität der Politiker wehrt? Herr Wulff kann sich doch nicht mehr ruhigen Gewissens im Spiegel ansehen. Er soll bis zu seinem Renteneintritt seinen Lebebsunterhalt selbst verdienen und nciht auch noch auf Kosten des Volkes leben,dem er sich so unwürdig präsentiert hat,

EchtSauer

29.02.2012, 19:09 Uhr

Das er nach dem Schmierentheater, das Herr Wulff abgeliefert hat, täglich soviel Geld erhält, wie ein Arbeitslosengeld 2 Empfänger in einem Monat, ist ein echter Skandal. Wenn er Geld braucht, dann soll er bitte schön arbeiten gehen, wie andere Leute auch!

Buerger

29.02.2012, 19:11 Uhr

Warum sollte er VERZICHTEN ? nur weil er bei seiner Rede in Lindau am 26.08. 2011 vor den Nobelprieträgern die WAHRHEIT uber den Banksterwahnsinn GESAGT hat. Lesen die Rede nach DENKEN sie NACH und Entschuldigen sie sich dann BITTE bei der Leserschaft für disen KOMMENTAR

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