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26.09.2012

14:47 Uhr

Kommentar

Montis Hintertür

Mario Monti will nicht nicht noch einmal kandidieren. Doch seine Landsleute geben die Hoffnung nicht auf. Und tatsächlich ist Italiens aktueller Ministerpräsident noch nicht aus dem Rennen für das Amt.

Katharina Kort ist Korrespondentin in Mailand. Pablo Castagnola

Katharina Kort ist Korrespondentin in Mailand.

Mario Monti will bei den nächsten Wahlen nicht kandidieren. Das hat der italienische Ministerpräsident der CNN-Moderatorin Christiane Amanpour vor laufender Kamera gesagt und es machte die Runde um die Welt. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Mario Monti hat auch schon in den vergangenen Monaten mehrfach gesagt, er werde nicht mehr für das Amt des italienischen Ministerpräsidenten kandidieren. Dennoch haben viele Italiener die Hoffnung nicht aufgegeben. In den Umfragen steigt seine Beliebtheit trotz der harten Einschnitte bei vielen öffentlichen Ausgaben gerade wieder an. Und seine Aussage gegenüber CNN schafft es in Italien kaum in die Schlagzeilen.

Tatsächlich ist die italienische Politik sehr viel komplexer, auch jetzt noch. Für Monti wäre es fatal, jetzt zu erklären, dass er im kommenden Jahr antreten will. Denn dann würde er sich von den verschiedenen Parteien erpressbar machen, auf deren Unterstützung er in einem Wahlkampf angewiesen wäre. Seine noch ausstehenden Reformprojekte könnte er damit vergessen.

Also gibt sich der italienische Premier diesmal sehr entschieden und argumentiert, er könne auch als Senator auf Lebenszeit Einfluss ausüben Aber er hält sich immer noch eine Hintertür offen: Wenn Monti sich schon nicht selbst zum Kandidaten macht, so könnten ihn doch andere nominieren. Das hat er wohlweislich nicht ausgeschlossen. Wir sind in Italien.

Von

kk

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