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17.10.2012

06:22 Uhr

Kommentar

Obama ist zurück, aber noch nicht am Ziel

VonAstrid Dörner

Der US-Präsident schlägt sich gut, sein Herausforderer auch. Die Entscheidung ist mit diesem TV-Duell jedoch nicht gefallen, denn drei Wochen vor der Wahl ist noch alles möglich.

Astrid Dörner ist Korrespondentin des Handelsblatts in New York.

Astrid Dörner ist Korrespondentin des Handelsblatts in New York.

New YorkEr ist angriffslustig, schlagfertig und hat eine positive Ausstrahlung. Das ist Barack Obama, wie man ihn kennt. Und dieser Barack Obama war am Dienstagabend beim Fernsehduell gegen Mitt Romney zu sehen.

Der US-Präsident hat seine Fehler aus der ersten Debatte wieder ausgebügelt. Nach dem miserablen Auftritt Anfang Oktober hat er den Schwung zurück auf seine Seite geholt. Doch der ersehnte Durchbruch ist es nicht.

Auch Mitt Romney war gut. Der republikanische Präsidentschaftskandidat hat das Millionenpublikum immer wieder daran erinnert, dass Obama die hohe Arbeitslosigkeit nicht in den Griff bekommen hat und viele seiner Versprechungen aus dem Wahlkampf 2008 nicht einlösen konnte. Doch Romney war in seinen Ausführungen zu negativ, ihm fehlte die positive Vision in seinen Antworten, um aus dieser Debatte als Sieger hervorzugehen.

US-Presseschau: Die Revanche des Präsidenten

US-Presseschau

Die Revanche des Präsidenten

Das zweite TV-Duell war der Härtetest für Obamas Siegeswillen - und er hat ihn bestanden. Gegen Romney bewies der Amtsinhaber, dass er die Wahl noch lange nicht aufgegeben hat. Was Sie zur Debatte sehen & lesen sollten.

Beide Kandidaten haben ihre jeweilige Parteibasis mobilisiert. Das ist wichtig, vor allem, um die vielen freiwilligen Helfer zu motivieren, die von Tür zu Tür gehen und ihre Abende mit Telefonaktionen verbringen. Doch ein großer Sprung in den Umfragewerten ist nicht zu erwarten.

Der Wahlkampf ist nach der zweiten Debatte dort, wo er vor der ersten war. Es bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Schon morgen setzen Obama und Romney ihre Wahlkampftour durch die sogenannten Battlegroundstates fort, jene Staaten, die bei der Wahl eine zentrale Rolle spielen werden. Drei Wochen vor der Wahl ist noch alles möglich. Und jede Kleinigkeit kann die Entscheidung bringen. Am Montag schon ist das nächst TV-Duell.

Video

Obama gibt sich kampfeslustig

Video: Obama gibt sich kampfeslustig

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Kommentare (9)

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anonymus

17.10.2012, 08:20 Uhr

Also Romney ist der klare verlierer, er war total fertig und durchgeschwitzt kreidebleich.... der wusste wohl selber dass er nur noch unsinn erzählt

Account gelöscht!

17.10.2012, 08:53 Uhr

Ich würde gerne mal erklärt haben, wieso alle deutschen Medien, gleichgeschaltet wie sie sind, Obama wie den Erlöser von dem Bösen behandeln.

Obama hier, Obama da. Obama ist wohl der schlechteste US-Präsident der jüngeren Geschichte, was nach G.W. Bush schon eine erstaunliche Leistung ist.

Was ist es also, die gleiche linksgrüne Gutmenschen Agenda?

Das Ergebnis einer solchen Politik kann man ja in Berlin bewundern.

--

Equality of opportunity is freedom, but equality of outcome is repression.
– Dick Feagler

lollipop

17.10.2012, 09:07 Uhr

Was indes Mitt Romney, ehemaliger Bischof der " Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage", zum besten zu erwartenden Präsidenten der USA machen soll bleibt auch nach dem zweiten medialen "Schlagabtausch" leicht schleierhaft: Seine Expertise, er habe nicht nur Unternehmen sondern auch Bundesstaaten in den USA saniert läßt zwar auf hohe politische Ambitionen schließen - indes wmehr aber auch nicht.

Dass Romney selbst für US-Evangelikale als kaum wählbar gelten soll macht die Position Romneys nicht eben leichter.

Was für eine außenpolitische Katastrophe der US-Amerikaner harren sollte, sollte Romney, der gemäßigte Prediger von Wall-Street's Gnaden, das Päsidentenamt in den USA nicht nur claimen, sondern gar climben - wird man sehen müssen: nur, dass es dann zu spät sein dürfte.

Fraglich muß allerdings bleiben, ob die USA wirklich so gut damit beraten sein können einen gemäßgten Fundamentalisten den Fundementalisten der Welt entgegenzusetzen.

Dass Romney's "Sparvorschläge" den us-amerikanischen Haushalt zusätzlich weiter belasten, fällt dagegen ja schon fast wieder unter den Tisch, wird jedoch auch in good old Europe zur Kenntnis genommen.

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