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08.05.2012

07:25 Uhr

Kommentar

Opel wappnet sich für das Ende in Bochum

VonCarsten Herz

Der Opel-Astra könnte bald nicht mehr in Deutschland gebaut werden. Was wie ein Schlag gegen das Stammwerk in Rüsselsheim aussieht, ist in Wahrheit einer gegen Bochum. Mit dem Astra-Aus wird die Schließung vorbereitet.

GM bereitet das Aus für das Opel-Werk in Bochum vor. dapd

GM bereitet das Aus für das Opel-Werk in Bochum vor.

Es ist ein vergleichsweise kleiner Schritt. Doch seine Bedeutung für den Autohersteller Opel könnte weit darüber hinausgehen. Noch in diesem Monat will das Management zusammen mit dem Mutterkonzern General Motors darüber entscheiden, wo die nächste Generation des wichtigsten Modells, des Kompaktwagens Astra, gebaut wird. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird die Antwort darauf lauten: nicht mehr im Heimatland.

Ganz überraschen kann das nicht. Bereits heute wird der Kompaktwagen vorwiegend in Großbritannien und Polen gefertigt, lediglich das Stammwerk Rüsselsheim, das vorwiegend den Mittelklassewagen Insignia baut, schraubt hierzulande noch Modelle des aktuellen Astra zusammen.

Doch der Abzug des Wagens, der einen geringeren Teil der Produktion in Rüsselsheim ausmacht, ist ein Fingerzeig, der vor allem eines deutlich macht: Der Mutterkonzern sieht den Schwerpunkt seiner Opel-Produktion immer weniger im teuren Deutschland, sondern im vergleichsweise günstigen Ausland.

Carsten Herz ist Handelsblatt-Korrespondent in Frankfurt Pablo Castagnola

Carsten Herz ist Handelsblatt-Korrespondent in Frankfurt

150 Jahre Opel wollte das Unternehmen eigentlich in diesem Jahr würdig begehen. Doch zum Feiern ist in Deutschland beim Autobauer keinem zumute. Die Opel-Arbeitnehmervertreter sind bereits wieder im Alarmzustand. Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug weiß, was auf dem Spiel steht. Seit Monaten verhandelt das Management mit den Arbeitnehmern über einen neuen Sanierungsplan für das ramponierte Unternehmen, das in den roten Zahlen feststeckt. Ursprünglich sollte Opel bereits im vergangenen Jahr wieder ein ausgeglichenes Ergebnis vorlegen. Davon sind die Rüsselsheimer heute weit entfernt.

Rund 750 Millionen Dollar Verlust vor Steuern machte das Unternehmen 2011 stattdessen, und das laufende Jahr begann infolge der schwachen Nachfrage vor allem in Südeuropa nicht besser. In den ersten Monaten 2012 brachen die Verkaufszahlen von Opel teilweise zweistellig ein.

Kommentare (1)

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Headwaters

11.05.2012, 10:04 Uhr

Ja! Das ist unsere Gewerkschaft und die Deutsche Gier.
Weihnachts Geld ,Urlaubsgeld,Krank und dafür auch noch Urlaub bekommen ,30Std Woche ,( Wochen Urlaub im Jahr,dann sich wundern wenn die Firmen ins Ausland gehen.

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