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25.01.2007

15:45 Uhr

Das vergangene halbe Jahr war für Siemens-Chef Klaus Kleinfeld nicht leicht: Erst die Diskussion über die Erhöhung der Vorstandsgehälter, dann die Pleite der ehemaligen Handysparte und zuletzt die Korruptionsaffäre. Am Mittwoch kam schließlich noch eine horrende Kartellstrafe von über 400 Mill. Euro hinzu. Schlimmeres kann einem Vorstandsvorsitzenden kaum widerfahren. Kleinfeld schien das Heft immer mehr aus der Hand zu gleiten.

Jetzt zeigt der Manager, dass er trotz der vielen Skandale nicht aufgeben will. Der geplante Börsengang der Autozuliefer-Tochter VDO und der Kauf des amerikanischen Softwareherstellers UGS machen dies deutlich. Kleinfeld demonstriert, dass er für sich und das Unternehmen kämpfen wird. Und er zeigt, wo er hin will: Der Manager versucht noch stärker als bisher, aus Siemens ein weltweit führendes, auf Wachstum ausgerichtetes Unternehmen zu machen.

Das Vorbild heißt dabei General Electric. So weit wie der erfolgreiche US-Konzern ist Kleinfeld zwar noch lange nicht: Vor allem der Börsenwert von Siemens ist vergleichsweise gering. Darin spiegelt sich insbesondere die geringere Rentabilität wider. Doch Kleinfeld beweist mit dem heute angekündigten Verkauf und der Akquisition, dass er alles tut, um dies rasch zu ändern. Die Botschaft an Aktionäre und Analysten ist glasklar: Siemens erhöht das Tempo.

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