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21.03.2006

14:17 Uhr

Seit 57 Tagen sind René Bräunlich und Thomas Nitzschke im Irak verschleppt. Im Gegensatz zum medialen Overkill im Fall Osthoff sind sie schon wenige Tage nach ihrer Entführung aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden. So schädlich Aktionismus in dieser Situation sein kann – demonstratives Desinteresse hilft auch nicht weiter. Die Hilflosigkeit der deutschen Behörden manifestiert sich ihrer Aussage, dass keine Nachrichten gute Nachrichten seien – sie rechnen also eher mit einem schlechten als mit einem guten Ausgang der Affäre.

Diese Ratlosigkeit ist symptomatisch für die Lage im Irak. Drei Jahre nach dem US-Einmarsch herrscht immer noch Chaos in dem von Religionskonflikten und Stammesfehden zerrissenen Land. Und mehr denn je wird ein Bürgerkrieg zur düsteren Perspektive. Klar ist mittlerweile nur, dass die Militärmacht USA keine Friedensordnung erzwingen kann.

Aber ein Ausblenden der Probleme ist sicher keine Lösung – weder für den Irak, noch für Bräunlich und Nitzschke.

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