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13.06.2012

14:40 Uhr

Kommentar

Wer gebietet Putin Einhalt?

VonOliver Bilger

Putin ist es zu verdanken, dass viele Unternehmen seit Jahren gute Geschäfte in Russland machen. Aus der Politik halten sie sich raus, das Geschäftsklima ist wichtiger als Menschenrechte. Doch sie sind in der Pflicht.

Russlands Präsident Putin: Wirtschaft braucht Stabilität. Putin bringt Stabilität. dpa

Russlands Präsident Putin: Wirtschaft braucht Stabilität. Putin bringt Stabilität.

MoskauDie russische Opposition sendet ein klares Zeichen an Präsident Wladimir Putin: Sie lässt sich nicht einschüchtern. Mit drakonischen Gesetzen, die im Eiltempo verabschiedet werden, sollen Bürger abgeschreckt werden, gegen den Präsidenten zu demonstrieren. Doch die unzufriedene Mittelschicht marschiert weiter. Gestern gingen mehrere Zehntausend Menschen in Moskau auf die Straße und forderten erneut ein "Russland ohne Putin".

Viele Russen wünschen sich einen Wandel. Vielen ausländischen Investoren graut es hingegen vor einem Russland ohne Putin. Seit zwölf Jahren hat der ehemalige Geheimdienstchef das Ruder fest in der Hand. Er hat das Land nach der Krisenzeit der 90er-Jahre wieder aufgerichtet und es stabilisiert.

Oliver Bilger ist Korrespondent in Moskau.

Oliver Bilger ist Korrespondent in Moskau.

Seiner Politik ist es zu verdanken, dass viele Investoren seit Jahren gute Geschäfte in Russland machen. Eingeschränkte Grundrechte nehmen sie in Kauf. Die einfache Gleichung lautet: Die Wirtschaft braucht Stabilität. Putin sorgt für Stabilität. Also ist Putin gut für die Wirtschaft.

Aus der Politik halten sich Unternehmer jedoch lieber heraus, sofern es nicht ihre direkten Belange betrifft. Fragen nach Demokratie und Menschenrechten, nach unzensierten Medien und Versammlungsfreiheit werden lieber nicht angefasst. Das würde das Geschäftsklima nur stören. Das sollen Politiker machen. Doch muss das Ausland gerade hilflos zusehen, wie Putin die Opposition einschüchtert und sein Land weiter zu einem Polizeistaat umbaut. Wer kann ihm Einhalt gebieten?

Kommentare (8)

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Mouse

14.06.2012, 05:36 Uhr

Der Verfasser diese Artikels scheint mal wieder einer dieser Russlandhasser zu sein, die sich in der deutschen Presse massenhaft tummeln. Ich würde es für angebracht halten mal bei uns an zu fangen. Warum kauft denn Deutschland neue Gummigeschosse die auf Demos eingesetzt werden sollten ? Warum denn gerade jetzt ? Wie sieht es aus mit unseren Menschenrechten, wenn wir am Flughafen vor den ja so wichtigen Sicherheitskontrollen stehen und vielleicht nicht durch den Bodyscanner wollten: Man hört dann schon sehr schnell mal, wenn Sie "unkoperativ sind, verpassen Sie eben ihren Flug". Wir werden langsam an unseren Polizeistaat gewöhnt. Auch ein Blick nach den für manche so vorbildhaften Amiland kann nicht schaden. Dort gibt es schon Schallkanonen mit denen Demos aufgelöst werden. Gegen was sind denn solche Demos - na gegen die Banken zum Beispiel. Die müssen ja geschützt werden, weil sie die Menschen schon um Milidarden gebracht haben. Ehrlich gesagt, mich kotzt diese einseitige Kritk an den angeblichen Menschenrechtsverletzungen der Russen und Chinesen mächtig an. Es gibt bei und bei unseren lieben Freunden wie Amis und Israelis genug zu kritisieren - fang doch mal dort an......

bjarki

14.06.2012, 10:56 Uhr

und Sie sind nichts anderes als wieder mal ein Schreiberling des KGB, der nichts aber auch gar nichts bewirkt. Euer Russland funktioniert nicht. Ihr seid erledigt.Die Demokratie wird Euch abloesen, leider mit Opfern. Aber das ist Euch egal. Ihr haltet starr an einer menschenmordenden Diktatur fest und ignoriert die Jugend. Die aber ist staerker als alle Stalins und Putin zusammen.

mouse

15.06.2012, 03:00 Uhr

Also ehrlich gesagt ich war noch nie in Russland, obwohl ich gerne mal Moskau und St. Petersburg sehen würde. Aber ich war schon in China und in vielen anderen Teilen der Welt. Und das ermöglicht mir meine eigene Perspektive auf Deutschland. Ich brauche keinen KGB um mir meine Meinung zu bilden. Und in Deutschland sehe ich eine Entwicklung die eher zu dem passt, was man China so hineininterpretiert. Sie sollten sich jedenfalls mit Ihren Äußerungen zurückhalten, ich sage ja auch nicht zu Ihnen : "Sie sind einer von diesen Barak-Copien und Speichellecker der biblischen Deborah"

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