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08.01.2007

15:40 Uhr

Kommentra

Machtspiele des Kreml

VonMathias Brüggmann

The winner takes it all: Gemäß diesem Abba-Song wird auch der russisch-weißrussische Ölkonflikt ausgehen. Mitleid wird man mit dem wahrscheinlichen Verlierer der neuesten Schlacht um russische Rohstoffe, Weißrussland, kaum haben.

Denn der diktatorisch herrschende Präsident Alexander Lukaschenko hat Minsk leichtfertig in die Isolation geführt und einseitig von Russland abhängig gemacht. Auch auf seine Verbündeten Hugo Chavez (Venezuela), Mahmud Ahmadinedschad (Iran) und Fidel Castro (Kuba) ist in der Krise kein Verlass. Selbst wenn sie wollten, sie könnten dem in die Enge gedrängten Freund nicht mit Tankern helfen.

Aber der Kampf zwischen Russland und Weißrussland ist auch ein Zeichen für Europa: Die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas sollte die EU keinesfalls erhöhen. Denn Moskau ist inzwischen – im Gegensatz selbst zu früheren Zeiten des Kalten Krieges – bereit, seine Rohstofflieferungen gnadenlos als politische Waffen einzusetzen. Der Kreml kann mit seiner neu gewonnenen Macht in der Welt nicht verantwortlich umgehen.

brueggmann@handelsblatt.com

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