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18.01.2007

09:23 Uhr

Die Allianz geht konsequent ihren Weg - der Konzern wird immer stromlinienförmiger. Nachdem sie die deutsche Holding mit der italienischen Tochter fusioniert hat, kauft sie nun die französische Tochter AGF und die deutsche Lebensversicherungstochter komplett auf. Das alles macht die Konzernstruktur transparenter. Es passt auch dazu, dass die Allianz ihre Struktur innerhalb Deutschlands bereinigt hat: Vertrieb und Produktion werden sauber getrennt, dabei kommt mehr Power an die Kundenfront und im Verwaltungsbereich wird rationalisiert.

Fragt sich jetzt, ob dem organisatorischen Wandel auch die Markenstrategie folgt. Das würde bedeuten: Überall steht künftig der Name Allianz drauf - auch bei der französischen AGF, und genauso bei der Dresdner Bank. Allianz-Vorstände haben bereits hier und da Andeutungen in dieser Richtung fallen gelassen.

Mit dem Zug zur Zentralisation geht die Allianz einen Weg, den der große Konkurrent in Paris seit langem konsequent verfolgt. Die Axa hat nach jeder Übernahme neue Tochtergesellschaften sehr rasch in die Organisation eingebunden und jeweils nach einer gewissen Übergangsfrist mit Doppelmarke dann auch überall „Axa“ draufgeschrieben. In Deutschland sind so traditionsreiche Namen wie Colonia und Nordstern verschwunden - mit der Marke Winterthur wird es ähnlich laufen. Die Allianz war bisher in dem Punkt vorsichtiger - sie wollte keine traditionellen Werte und Unternehmenskulturen zerstören, gerade auch in Frankfreich nicht "mit Stiefeln" auftreten, wie der frühere Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle sagte. Aber auf Dauer ist ein internationaler Konzern mit einheitlichem Auftritt wohl doch schlagkräftiger.

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