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03.01.2007

05:54 Uhr

Konjunktur

Ein flotter Start

VonElga Lehari

Auf die Industrie als Schrittmacher der deutschen Wirtschaft ist derzeit Verlass. Nach dem Ifo-Geschäftsklima bestätigt die Umfrage bei Einkaufsmanagern, dass das Wachstumstempo im verarbeitenden Gewerbe kurz vor dem Jahreswechsel sehr hoch war, sich zuletzt sogar verstärkt hat.

Bemerkenswert dabei ist, dass die Auslandsnachfrage bisher noch keine Anzeichen einer Abkühlung der Weltkonjunktur erkennen lässt. Aufhorchen lässt, dass nicht nur aus Asien und Osteuropa, sondern auch aus den USA mehr Exportaufträge kamen. Schon die letzten Konjunkturdaten aus den USA vermittelten den Eindruck, dass sich dort die Abschwächung der Konjunktur in Grenzen hält. Insbesondere die amerikanischen Verbraucher fassten neuen Mut, trotz der erkennbaren Schwächen am Immobilienmarkt. Den Folgen einer Aufwertung des Euros für die Konjunktur können die deutschen Unternehmen relativ gelassen entgegensehen. Schon in den vergangenen Jahren konnten sie solche wegen ihrer höheren Wettbewerbsfähigkeit besser verkraften als beispielsweise die französische Wirtschaft. Dies war nicht nur den Restrukturierungsmaßnahmen vieler deutscher Firmen zu verdanken, die sie fit und flexibel gemacht haben, sondern auch der jahrelangen moderaten Lohnpolitik. Zudem ist der Export von der Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht betroffen.

Die hohe Industriedynamik zur Jahreswende, eine ungebrochene Investitionsbereitschaft und der steigende Bedarf an Arbeitskräften dürften helfen, eine steuerbedingte Konjunkturdelle im ersten Quartal rasch zu überwinden. Auch die Verbraucher sind inzwischen überzeugt, dass sich der Aufschwung fortsetzt. Zudem trägt der Handel mit neuen Rabattaktionen seit Jahresbeginn viel dazu bei, die Verbraucher bei Laune zu halten. Genug Gründe, optimistisch in das Jahr 2007 zu blicken.

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