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16.04.2012

20:43 Uhr

Nahost-Konflikt

Alle Seiten müssen sich bewegen

VonMathias Brüggmann

Im Streit um das iranische Atomprogramm gibt es Hoffnung: Die Verhandlungen der Vetomächte des Sicherheitsrats und Deutschlands mit Iran sollen fortgesetzt werden. Nun geht es um einen Kompromiss. Ein Kommentar.

Irans Präsident Ahmadinedschad: Kompromisse sind notwendig. dpa

Irans Präsident Ahmadinedschad: Kompromisse sind notwendig.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, lautet ein vor allem in Osteuropa vielzitiertes Sprichwort. Nun scheint es auch für den Mittleren Osten zuzutreffen. Zwar ist eine Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm mitnichten schon erreicht, ein israelischer Militärschlag gegen Teherans Nuklearanlagen bislang keinesfalls abgesagt.

Aber immerhin machen die am Wochenende nach mehr als einem Jahr des dröhnend lauten Schweigens wiederaufgenommenen Verhandlungen zwischen den fünf Vetomächten des Weltsicherheitsrats und Deutschland mit Iran Hoffnung. In einem Monat sollen sie fortgesetzt werden - und dies gilt als Beleg, dass sich etwas bewegt.

Mathias Brüggmann

Der Autor

Der Hamburger Mathias Brüggmann ist nach Stationen als Auslandskorrespondent in Moskau, Brüssel und Warschau jetzt Auslandschef des Handelsblatts. Er interessiert sich besonders für Osteuropa, die arabische Welt und Iran.

Westliche Verhandlungskreise hatten schon im Vorfeld durchsickern lassen, dass sie einem neuerlichen Gesprächsmarathon mit den Persern nur zustimmen würden, wenn Teherans Chefunterhändler Said Dschalili nicht erneut nur Propagandavorträge halte, sondern zu Verhandlungen in der Sache bereit sei. Das scheint Teherans Führung inzwischen zu sein. Denn das westliche Ölembargo und vor allem das Aussperren der iranischen Zentralbank aus dem internationalen Zahlungsverkehr haben der zweitgrößten Volkswirtschaft des Mittleren Ostens hart zugesetzt. Und ebenso hart ist für Irans Führung, dass auch Russland und China inzwischen deutlich gemacht haben, dass sie persischer Tricksereien überdrüssig sind.

Auch Moskau und Peking wollen eine atomare Bewaffnung Irans verhindern - nicht zuletzt, weil dies ihren Status als Atommächte weiter unterminieren würde. Nun geht es also um einen Kompromiss und vor allem darum, dass nun beide Seiten zeitgleich etwas Ähnliches wollen.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

16.04.2012, 11:23 Uhr

Vielleicht muß sich auch Israel bewegen, und seine Atomwaffen mit inspizieren lassen!!

Karma

16.04.2012, 11:47 Uhr

Israel kann sich nicht bewegen, die sind gefangen in der Denke des III. Reiches.

Herrenmenschen / Dreck-Menschen (Goy)

Aber das KARMA wird die Juden trotzdem nicht verschonen (wie man an der Geschichte ja erkennen kann).

da.trueloony

16.04.2012, 11:53 Uhr

vorsicht, sowas darf man nicht sagen.. sonst kommt man schnell in den verdacht, antisemit zu sein...

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