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08.02.2005

07:04 Uhr

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Die nächste Revolution

VonThomas Nonnast

In der Küche dudelt das Antennen-Radio, im Wohnzimmer flimmert der Fernseher am Kabelnetz und das Festnetztelefon hängt wie eh und je an zwei Kupferdrähten in der Wand - drei Geräte, drei Techniken.

Thomas Nonnast Quelle: Handelsblatt

Thomas Nonnast

Doch das wird sich bald ändern. Denn neue Technik wird bald ermöglichen, wovon die IT-Branche schon lange träumt: das Zusammenwachsen von Fernsehen, HiFi und Telekommunikation. Bisher war das "Bewegtbild" der Stolperstein für die digitale Revolution im Wohnzimmer, denn es sind - auch an heutigen Maßstäben gemessen - gewaltige Datenmengen, die einen Film im Großformat zum Genuss machen.

Gestern wurde auf einer Konferenz in San Francisco eine neue Chip-Technik vorgestellt, die dieses Problem lösen kann. Gemeinsam von IBM, Sony und Toshiba unter dem Namen "Cell" entwickelt, versprechen die Konzerne einen Prozessor, der die Verarbeitung von Multimediadaten in bisher ungekannter Geschwindigkeit besorgen soll: Der Spiele- und Multimediacomputer im Wohnzimmer soll so leistungsfähig sein wie ein heutiger Supercomputer. Markteinführung: Voraussichtlich 2006.

Parallel macht neue Netztechnik bei der Datenübertragung Bandbreiten von bis zu zehn Mbit/s als Standard im Festnetz und Mobilfunk denkbar. Damit könnten Filme, Musik und Sprache ohne Engpass zur gleichen Zeit transportiert werden. Zumindest technisch stehen wir am Vorabend der nächsten Revolution.

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