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09.02.2005

07:01 Uhr

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Digitale Radioträume

VonSimone Fuchs

Immer mehr Deutsche können per Antenne digitale Fernsehprogramme empfangen. Ganz anders sieht es dagegen beim Radio aus. Seit gut zehn Jahren träumen die Landesmedienanstalten davon, den digitalen Radiostandard DAB zu etablieren. Ohne Erfolg.

Die Endgeräte kosten mehrere hundert Euro. Nur 0,3 bis 0,4 Promille aller Radios in Deutschland sind DAB-Geräte. Trotzdem folgen die meisten Länder weiterhin der bundesweiten Initiative Digitaler Rundfunk, die die UKW-Übertragung zwischen 2010 und 2015 abschalten will. In Bayern startet gerade eine DAB-Werbekampagne. Der Vorschlag der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, DAB aufzugeben, hat nun für Aufruhr gesorgt.

Doch er geht in die richtige Richtung. Radio ist das Massenmedium par excellence. Sein Erfolg beruht darauf, dass es überall und vor allem günstig zu empfangen ist. Mehrere hundert Millionen Radios stehen derzeit in Wohnzimmern, Küchen und Garagen. Auch wenn die Preise digitaler Endgeräte unter hundert Euro sinken, ist ein Abschalten des UKW-Empfangs nicht durchsetzbar.

Die Landesmedienanstalten müssen sich von dem veralteten DAB-Konzept verabschieden. Und digitales Radio als das begreifen, was es ist: Nur ein Teilschritt auf dem Weg zur Datenübertragung auf mobile Empfangsgeräte - Handys etwa.

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