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25.01.2005

07:00 Uhr

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Handy statt Kreditkarte

VonKatharina Slodczyk

Die Idee ist nahe liegend angesichts dieser Zahlen: Es gibt in China mehr als 300 Millionen Mobiltelefone, aber nur sieben Millionen Kreditkarten. Deshalb wollen chinesische Mobilfunkbetreiber ein Bezahlsystem via Handy etablieren und hoffen dabei auf ein gutes Geschäft.

Zunächst ist es aber ein sehr ambitioniertes Vorhaben - angesichts der bisher eher schlechten Erfahrungen mit solchen Bezahlverfahren in anderen Ländern.

Damit das Mobiltelefon das Portemonnaie ersetzen kann, muss eine große Anzahl von Geschäften das System akzeptieren, und das Verfahren muss für alle Beteiligten bequem und billig sein. Am besten würde es funktionieren, wenn ein Standard geschaffen würde.

Diese Idee hatten europäische Mobifunkbetreiber schon vor einigen Jahren. Vier Anbieter gründeten schließlich das Gemeinschaftsunternehmen Simpay, das die technische Plattform für das mobile Bezahlsystem bauen soll. Simpay geht wohl dieses Jahr an den Start - drei Jahre später als geplant. Denn es hat eben seine Zeit gedauert, bis alle Beteiligten sich zu einer Lösung durchgerungen haben.

In China sind es vor allem die Mobilfunk-Giganten China Unicom und China Mobile, die sich auf ein einheitliches Bezahlsystem einigen müssten. Das ist vielleicht machbar. Aber dann bleibt immer noch eine große Hürde: Man muss den Menschen im Reich der Mitte ihre Vorliebe fürs Bargeld ausreden. Entsprechende Versuche - unter anderem von Kreditkartenunternehmen - sind bislang gescheitert.

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