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12.01.2005

07:02 Uhr

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Kalter Medien-Krieg

VonHans-Peter Siebenhaar

Wenn es um ihre Ministerpräsidenten geht, sind die ARD-Intendanten zurückhaltend und diplomatisch. Fritz Pleitgen macht nun eine Ausnahme.

Der Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln rechnete gestern in außergewöhnlich scharfer Form mit seinem nordrhein-westfälischen Landesvater Peer Steinbrück ab. Pleitgen wirft ihm "Stimmungsmache" gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor. Dass Steinbrück in seiner positiven NRW-Medien-Bilanz seinen Landessender jüngst mit keinem (lobenden) Wort erwähnte, bringt den WDR auf die Palme. Nordrhein-Westfalen gilt neben Bayern als der schärfter Kritiker der Öffentlich-Rechtlichen.

Nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" giftet Pleitgen nun zurück. Gestern warf er der Düsseldorfer Staatskanzlei medienpolitisches Versagen vor. Die "Minusbilanz" der NRW-Landesregierung sei lang: Zusammenbruch der Medienförderungsgesellschaft, Schließung des Europäischen Medieninstituts in Düsseldorf, die schlechte Akzeptanz des Medienforums in Köln oder den Umzug des Musiksenders Viva nach Berlin. Der Kalte (Medien-)Krieg zwischen Köln und Düsseldorf hat gerade erst begonnen.

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