Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2005

06:00 Uhr

Navigator

Klagen als Geschäftsidee

VonGeorg Greve

Einem Sprichwort zu Folge soll der bezahlen, der bestellt. Manchmal hingegen könnte man angesichts des "wahren Geschäftslebens" den Eindruck gewinnen, der Spruch sei überholt. So behauptet das US-amerikanische Unternehmen SCO seit Jahren, in dem Linux-Kern des freien Betriebssystems GNU/Linux sei ein SCO-eigener UNIX-Code enthalten.

Auf Grund dieser Behauptung sehen sich IBM, Red Hat und Novell seit Jahren mit für sie kostenträchtigen Verfahren konfrontiert. Von 6000 Kunden verlangte SCO obendrein eine Erklärung, dass sie keinen UNIX-Quellcode zur Entwicklung des Linux-Kerns zur Verfügung gestellt hätten. Einer davon - Daimler-Chrysler - hat die Forderung nicht innerhalb der gesetzten Frist erfüllt und wurde ebenfalls vor den Kadi gezerrt.

In der Fachwelt gelten SCO's Ansprüche seit jeher als völlig abwegig und als plumper Versuch, den Börsenkurs zu beeinflussen. Nicht nur böse Zungen behaupten, SCO?s Existenz gründe heute alleine darauf, Prozesse anzustrengen - nicht umsonst gehört SCO zu einem erheblichen Teil der Anwaltskanzlei, die all diese Prozesse führt.

Vor einigen Tagen hat aber jetzt ein US-Gericht die Klage gegen Daimler abgewiesen. Es ist gut, wenn endlich der Schwanz aufhört, mit dem Hund zu wackeln!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×