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11.01.2005

07:01 Uhr

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Kultstatus reicht nicht

VonAxel Postinett

Apple-Chef Steve Jobs wird heute in San Francisco die Macworld Expo eröffnen. Anders als in früheren Jahren wird seine Rede nicht live über das Internet übertragen. Ob es nichts zu sagen gibt oder ob es nur zu teuer ist, wie man aus Apple-Kreisen hört - enttäuscht hat Jobs seine Anhängerschaft allemal.

Dabei hätte er jeden Grund, die Kundschaft bei der Stange zu halten, denn die Wettbewerber holen auf: Auf der Messe CES in Las Vegas hatten sie ihre Konkurrenzmodelle zu Apples Digitalmusikspieler Ipod eindrucksvoll in Szene gesetzt: Winzige Festplatten bringen bald gigabytegroße Speicher in normale Handys, das Lieblingsspielzeug der Jugend. Das hat Apple nicht zu bieten. Dutzende Musikläden im Web, die ihre Musik nicht für den Ipod verkaufen dürfen, warten nur darauf, sich hier einklinken zu können.

Die Kombination aus Ipod und der Internet-Musikplattform Itunes bleibt Apples wichtigster Wachstumsmotor. 2005 wird jedoch zur Bewährungsprobe für das Geschäftsmodell. Motorola hat bereits das erste Handy vorgestellt, das Itunes-Lieder abspielen kann - nun muss Apple Itunes weiter öffnen, ohne den Ipod-Verkauf zu schädigen. Kultstatus alleine reicht auf Dauer nicht. Dies hat der Niedergang der Legende "Walkman" gezeigt.

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