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31.01.2005

06:56 Uhr

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Neue Hackordnung

VonKatharina Slodczyk

Jetzt kommt die größte Hürde: Der südkoreanische Konzern LG Electronics hat sich vorgenommen, nächstes Jahr unter die Top Drei der weltweit größten Mobiltelefonhersteller aufzusteigen.

Quelle: Handelsblatt

Im abgelaufenen Quartal hat sich das Unternehmen auf Platz vier vorgearbeitet und nach neuen Zahlen der Marktforscher von Strategy Analytics den Münchener Siemens-Konzern hinter sich gelassen. Mehr Handys als LG verkaufenen jetzt nur noch Samsung, Motorola und Nokia - allesamt Kandidaten, die sich aber nicht so leicht wie Siemens von ihren Plätzen verdrängen lassen und die derzeit auch keine Schwächen zeigen.

Den finnischen Konzern Nokia von seinem Thron als Handymarktführer zu stoßen, ist ohnehin auf absehbare Zeit aussichtslos, setzt das Unternehmen doch mehr als doppelt so viele Geräte ab wie der nächstgrößere Konkurrent Motorola. Mehr als 66 Millionen Nokia-Handys sind im abgelaufenen Quartal laut Strategy Analytics über die Ladentische gegangen, bei Motorola waren es knapp 32 Millionen. Samsung folgte mit gut 21 Millionen Mobiltelefonen und einem guten Vorsprung vor LG (14 Millionen).

LG erwartet, dass die neue Mobilfunktechnik UMTS dem Konzern die fehlenden Marktanteile bringt, um unter die drei größten Handyproduzenten zu kommen. Doch gerade bei UMTS sind auch Samsung und Motorola ganz vorn dabei. Beide Konkurrenten haben zudem den Vorteil: Sie sind in allen wichtigen Märkten, auf allen Kontinenten bereits ganz gut vertreten, während LG noch immer seinen Schwerpunkt in Asien hat. Angesichts des Wachstumstempos, dass die Südkoreaner bereits vorgelegt haben, ist es zwar nicht unrealistisch, dass sie weiter an die Spitze vordringen. Das härteste Stück Arbeit steht ihnen aber noch bevor.

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