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22.03.2004

06:00 Uhr

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Unwort Flatrate

VonKatharina Slodzczyk

Er hat die Branche ganz schön in Aufregung versetzt: Josef Brauner, Vorstand der Deutschen Telekom, kündigte vergangene Woche auf der Technologiemesse Cebit einen neuen Sondertarif an.

Er hat die Branche ganz schön in Aufregung versetzt: Josef Brauner, Vorstand der Deutschen Telekom, kündigte vergangene Woche auf der Technologiemesse Cebit einen neuen Sondertarif an: Kunden sollen künftig für Gespräche bis zu einer Stunde zehn Cent zahlen. Noch bevor die Telekom diesen neuen Pauschalpreis - im Fachjargon auch Flatrate genannt - beim Regulierer beantragt hat, läuft die Branche Sturm. Der Tarif sei "Dumping pur", "so nah an den Grenzkosten der Telekom", dass keiner der Konkurrenten bei dem Preis mithalten könne.

Noch ist die Pauschale nicht Realität geworden, der Regulierer hat den Tarif noch nicht abgesegnet. Kein Wunder also, dass die Konkurrenten sich in Stellung bringen und den Teufel an die Wand malen. In diesem Fall sind die Ängste aber gar nicht so übertrieben. Denn mit solchen Sondertarifen spielt die Telekom ihrem dominante Marktstellung aus. Nur sie kann es sich leisten, ihren Endkunden solche Gebühren anzubieten, die unter den Einkaufskonditionen der Konkurrenten liegen. Solange sich also nichts an diesen Einkaufspreisen ändern, wäre die Pauschale ein harter Schlag für den Wettbewerb.

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