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27.01.2005

06:07 Uhr

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Windows wide open

VonAxel Postinett

Ab 7. Februar wird es eng für Windows-Falschfahrer. Ab dann prüft Microsoft auf der deutschen Webseite des Microsoft-Download-Centers online, ob eine Windows-Version legal erworben wurde oder ob sie auf einer schwarzen Liste steht.

In der Pilotphase bis zum Sommer ist das freiwillig und ohne große Konsequenzen. Kritische Updates können selbst von verdächtigen Nutzern weiter geladen werden, heißt es bei Microsoft. Noch ist die Angst zu groß, dass man dem Falschen ein wichtiges Update verwehrt und der nach einer Virenepidemie Microsoft mit Schadenersatzklagen überzieht. Aber alle Updates, die nicht sicherheitsrelevant sind, wird der Konzern sperren. Irgendwann könnte Microsoft - rein technisch gesehen - verdächtige Rechner sogar online stilllegen. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, kann sich ja beschweren.

Notorische Raubkopierer und Ebay-Schwarzhändler sind sicher nicht des besonderen Schutzes Wert. Aber in Probleme werden die rund eine Million PC-Käufer geraten, die nach Microsoft-Schätzungen jährlich unwissentlich bei windigen Händlern mit ihrem PC illegale XP-Kopien untergejubelt bekommen. Eigentlich will Microsoft die Händler treffen - aber die Leidtragenden könnten die Kunden sein.

Wer gegenüber dem Softwareriesen nicht mehr nachweisen kann, wo und bei wem er was gekauft hat, muss auf Microsofts Kulanz hoffen oder sich vielleicht bald nach einer neuen Lizenz umsehen. Oder nach Linux.

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