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13.02.2004

07:00 Uhr

Quellcode des Windows-Betriebssystems

Kommentar: Streng geheime Verschlusssache

VonFrank L. Niebisch

Der Quellcode des Windows-Betriebssystems ist fast ein Staatsgeheimnis. Microsoft verbietet den öffentlichen Zugriff kategorisch. Um so ärgerlicher für den Softwareriesen, dass nun Teile des so gehüteten Geheimnisses frei im Internet kursieren.

Der Quellcode des Windows-Betriebssystems ist fast ein Staatsgeheimnis. Microsoft verbietet den öffentlichen Zugriff auf den Programmcode kategorisch. Nur wenige Softwarehäuser und Regierungen kamen bislang legal in den Genuss, tieferen Einblick in die Programme zu bekommen – und das meist nur als letztes Argument im Wettbewerb mit dem freien Betriebssystem Linux. Um so ärgerlicher für Microsoft, dass nun Teile des so gehüteten Geheimnisses frei im Internet kursieren.

Als Argument für den restriktiven Umgang mit dem Code muss der Schutz der Eigentumsrechte herhalten. Natürlich, denn Windows ist nicht „Open- Source“, die geistigen Produkte der Microsoft-Entwickler sind das Kapital des Unternehmens. Im Hintergrund dürfte aber auch die Angst vor weiteren Hacker-Attacken stehen. Haben Viren-Autoren erst einmal Zugriff auf die Codes, können sie Lücken in den Programmen aus Redmond leichter auffinden und Microsoft noch gezielter angreifen. Dann könnte aus dem monatlichen Patch–Day, an dem Sicherheitsupdates veröffentlicht werden, eine tägliche Veranstaltung werden.

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