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25.02.2004

12:19 Uhr

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Suche nach dem Notausstieg

VonMatthias Eberle

Ex-Lufthansa-Chef Weber kaufte einst Dienstleistungen hinzu, um den Konzern unabhängiger vom schnellen Auf und Ab der Luftfahrt zu machen. Der neue Konzernchef Mayrhuber sucht nun den Notausstieg – bisher ohne Erfolg.

Der Lufthansa-Vorstand bekommt regelmäßig starke Bauchschmerzen, wenn er Zahlen seiner Catering-Tochter LSG Sky Chefs vorgelegt bekommt. Immer wieder sind es die Nebengeschäfte, die der im Kern gesunden Lufthansa die Bilanz verhageln. Während die grandios gescheiterte Expansion des Reisekonzerns Thomas Cook AG (u.a. Neckermann) nur zu 50 % in der Bilanz des Kranich-Konzerns einschlägt, ist die 100-Prozent-Tochter LSG Sky Chefs längst zur Milliarden-Ruine geworden.

Ex-Chef Jürgen Weber kaufte einst eifrig Dienstleistungen hinzu, um den Konzern weniger abhängig vom schnellen Auf und Ab der Luftfahrt zu machen. So einleuchtend die Strategie war, bei der Umsetzung sind dem gefeierten Lufthansa-Sanierer gravierende Fehler unterlaufen. Bei Thomas Cook hat er als Aufsichtsratschef persönlich versagt, bei den Sky Chefs hält Finanzvorstand Kley als Oberaufseher den schwarzen Peter. Für seine taumelnden Töchter sucht der neue Konzernchef Mayrhuber längst den Notausstieg – bisher ohne Erfolg.

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