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07.01.2008

16:44 Uhr

Das DVD-Geschäft gehört zu den größten Gewinnbringern in Hollywood. Die Filmfabriken der Medienkonzerne wie Time Warner, News. Corp oder NBC Universal haben daher ein elementares Interesse, den jahrelangen Formatkrieg zwischen den beiden Videostandards Blu-ray und HD-DVD möglichst schnell zu entscheiden. Mit dem Schwenk von Warner Bros., Hollywoods mächtigstem Filmstudio („Herr der Ringe“, „Harry Potter“), sind nun die Würfel gefallen. Der japanische Unterhaltungsriese Sony ist mit seiner Blu-ray-Technologie der Gewinner. Die Ankündigung der Blu-ray-Befürworter, weltweit die Zahl der Filme in dieser hochauflösenden Qualität deutlich zu steigern, könnte dann der Todesstoß für den Konkurrenten HD-DVD werden.

Die Verlierer sind Toshiba und Microsoft, deren Videostandard HD-DVD nur noch von zwei Hollywood-Studios als zukunftsweisende Technologie angesehen wird.

Sony hat frühzeitig erkannt, dass nicht technische Details über die digitale Video-Zukunft entscheiden. Der Verbraucher ist ohnehin von der verwirrenden Vielfalt immer neuer Worterfindungen rund um das hochauflösende Fernsehen genervt. Die Entscheidung zugunsten einer Technik fällt über die Inhalte: Content ist King – auch im 21. Jahrhundert. Hollywood hat den Sieg davongetragen.

Sony hat dieses Gesetz im Gegensatz zu technikgetriebenen Konzernen wie Toshiba oder Microsoft erkannt und umgesetzt. Das Inhaltegeschäft beherrscht der Entertainmentkonzern aus dem Effeff. Sony betreibt als einzige ausländische Firma in Hollywood ein eigenes Studio (mit „Spiderman“ als Hit). Konzernchef Stringer als ehemaliger Studioboss weiß genau, wie die Mechanismen des Marktes funktionieren.

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