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05.01.2007

16:28 Uhr

NEW YORK. Alle Welt sorgt sich um einen Konjunktureinbruch in Amerika. Bislang ist davon jedoch kaum etwas zu spüren. So haben die US-Unternehmen das vergangene Jahr mit einem Paukenschlag beendet und 167 000 neue Jobs geschaffen. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 4,5 Prozent auf einem beneidenswert niedrigen Niveau. Ist die Aufregung also völlig übertrieben?

Nicht ganz. Der Arbeitsmarkt hinkt der Konjunktur normalerweise hinterher. Selbst im Land des „hire-and-fire“ dauert es eben etwas, bis die Firmen ihren Personalbestand der Auftragslage anpassen. Die Zurückhaltung der Einkaufsmanager in den vergangenen Monaten ist da schon ein besserer Indikator für den Kurs der US-Konjunktur. Dennoch: Bislang sieht es so aus, als wenn die amerikanische Wirtschaft auch diesmal wieder alle Skeptiker eines Besseren belehrt und mit einem soliden Wachstum von knapp drei Prozent in 2007 eine weiche Landung hinlegt.

Die US-Notenbank ist deshalb gut beraten, ihr Augenmerk mehr auf die Inflations- als auf die Wachstumsrisiken zu richten. Die Stundenlöhne steigen derzeit so schnell wie seit sechs Jahren nicht mehr. Auch das ist zwar nicht ungewöhnlich für einen Konjunkturherbst. Aber angesichts der nach wie vor hohen Energie- und Rohstoffpreise sollten die Notenbanker besonders wachsam sein. Die von den Finanzmärkten erhoffte Zinssenkung ist jedenfalls erst einmal vom Tisch. Und das ist auch gut so.

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