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26.08.2011

07:20 Uhr

Presseschau

„Apple muss sich nicht fürchten“

Die internationale Presse sinniert nach Steve Jobs Rücktritt über die Zukunft von Apple, der Economist warnt vor einem Schreck nach dem Urlaub und die Wiwo zeigt Skurriles aus der Welt des Heimwerkens. Die Presseschau.

Es gibt ein Leben für Apple - auch nach Steve Jobs. Reuters

Es gibt ein Leben für Apple - auch nach Steve Jobs.

WiesbadenMit Steve Jobs verlässt der Unternehmenslenker des vergangenen Jahrzehnts die Bühne, schreibt die Financial Times Deutschland. „Musikindustrie, Handyindustrie, Softwarebranche – seit Steve Jobs bei Apple agierte, blieb nichts wie es war.“ Der Name keines anderen Unternehmens sei so stark mit einer Person verwoben. „Apple ist Steve Jobs und Steve Jobs ist Apple.“

Der Mythos des milliardenschweren Unternehmenslenkers in Jeans und schwarzem Rollkragenpullover werde es allen Nachfolgern schwer machen. „Aber am Ende wird Apple auch weiterhin die Technologiebranche vor sich hertreiben.“ Denn der Erfolg sei nicht nur sein Verdienst. Sein engerer Zirkel habe seine Visionen aufgesaugt und die nächsten Produkte seien bereits in der Pipeline, hält das Blatt fest. Und überhaupt: „Solange die Rivalen Apples innovativ so gelähmt sind wie bislang, muss Apple sich nicht fürchten“, ist die FTD überzeugt.

Das zur Wall Street Journal-Gruppe gehörende Portal AllThingsD fragt sich, ob Apple es nach dem Wechsel Tim Cooks auf den CEO-Posten nun lange ohne COO aushalte – mit Blick auf die Bedeutung und zunehmende Komplexität von Apples strategischen Langzeitinvestitionen in die Lieferkette. „Mit anderen Worten: Braucht Tim Cook seinen eigenen Tim Cook?“ Vielleicht nicht jetzt, sondern erst in ein paar Jahren.

Der wahrscheinlichste Kandidat, Apple-Veteran Jeff Williams, sei effektiv eigentlich schon COO, zitiert die Onlineredaktion eine Analystin. Und da COO immer schon der CEO in Warteposition sei, fragt sich das Portal: „Ist Williams aus CEO-Material geschnitzt?“ Und geißelt die Frage gleich als voreilige Spekulation. Das Unternehmen werde die Position vakant halten, bis Williams darauf getrimmt sei oder einen passenderen Kandidaten finde, erwartet die Onlineredaktion.

„Wird Cook Apples Steve Ballmer werden?“, fragt sich die Technikredaktion des australischen Business Spectator. Parallelen gebe es genug. Kurzfristig sehe die Lage für Apple weniger düster aus, als für Microsoft nach dem Abgang Bill Gates. Tim Cook habe das operative Geschäft geleitet und sei auch schon zweimal in die CEO-Rolle geschlüpft. Er sei mit offenen Armen von Analysten begrüßt worden. „Aber machen wir uns nichts vor, Ballmer ist Vertrieb durch und durch und Cook milde gesprochen Ingenieur.“ Es werde mehr brauchen, als nur ein obsessives Auge für Details und den Willen, eine Nachtschicht einzulegen, um in Jobs Fußstapfen zu treten.

Jobs Erfolg sei, dass er eine Kultur der Kreativität geschaffen habe und eine Vision, der nicht nur Apple gefolgt sei. Diese Vision umzusetzen, entscheide über hopp oder topp. Klar: Apple sei voll von talentierten Leuten, die wissen wie man die Vision Wirklichkeit werden lässt. Die große Frage sei nicht, ob das Talent weiter liefern werde, „sondern ob diese selben Leute die Arbeit für Steve Jobs so vermissen werden, dass sie abspringen“, hält das Blatt fest.

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