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11.01.2010

10:55 Uhr

Presseschau

China ebnet Weg zur Erholung der Weltwirtschaft

VonPeggy Pfaff

Die internationale Wirtschaftspresse zollt China angesichts seiner jüngsten Export- und Importzahlen Respekt. Report on Business und Les Echos kommentieren die geplante Google-Steuer. La Vie Financière freut sich über die mögliche Kooperation von Renault und Daimler. Expanión bewundert die Krisenresistenz der Formel 1. Fundstück: Geld spielt als Lohn fast keine Rolle.

Der börsentägliche Blick in die internationale Wirtschaftspresse.

Der börsentägliche Blick in die internationale Wirtschaftspresse.

Mit Erstaunen registrieren die Experten des US-Wirtschaftsdienstes Bloomberg die jüngsten Zahlen aus China: Export und Import hätten in einem Maße angezogen (17,7 bzw. 56 Prozent), das nicht nur den Stopp der Stimulusprogramme der Regierung nahelege, sondern auch die Weltwirtschaft aus der Rezession führen könne. „Eine Erholung der Weltwirtschaft scheint greifbar und Staaten, die Stimulusprogramme aufgelegt haben, könnten sich eher von ihnen verabschieden als vermutet.“ Denn auch wenn China mit der jüngsten Entwicklung gerade mal die Verluste seit 2008 wett mache, setze diese Entwicklung ein positives Signal: „Es sind einfach großartige Neuigkeiten, und es zeigt, dass sich die Nachfrage wirklich verbessert.“ Dass der Import zunehme, deute darauf hin, dass die staatlichen Maßnahmen Chinas zu seiner Belebung fruchten - auch davon profitiere die Weltwirtschaft. Doch die Entwicklung berge auch Gefahren: „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Wirtschaft Chinas heißläuft, wird mit steigenden Importen größer.“

Als weiteres Anzeichen für den Aufstieg Chinas und die Verlagerung ökonomischer Macht vom Westen Richtung Osten wertet die New York Times die Nachricht, dass China nun Exportweltmeister ist. „Sicher, dieser Titel hat hauptsächlich symbolischen Wert, aber er untermauert die These, dass China an Präsenz gewinnt - als Industriemacht, als Hauptabnehmer von Öl, Eisenerz und anderer Verbrauchsgüter, als Investor - und als Hauptsstimme in der Debatte, wie die Weltwirtschaft zu managen ist.“ Die Fähigkeit der Volksrepublik, den langjährigen Exportweltmeister Deutschland vom Thron zu stoßen, stehe für die Fähigkeit agiler, kostenbewusster chinesischer Unternehmer, ihre Produkte weiterhin ins Ausland absetzen zu können - während die Konkurrenz unter einer sinkenden, globalen Nachfrage leide.

Aus Sicht des Wall Street Journals bestärkt die Entwicklung der chinesischen Export- und Importzahlen Investoren in ihrer Überzeugung, dass das Land als drittgrößte Wirtschaft nach den USA und Japan auch weiterhin die globale Nachfrage am Leben hält, während die übrigen Staaten versuchten, die Weltwirtschaft wieder auf die Füße zu stellen. Wichtigster, positiver Effekt könnten dabei die Konsequenzen für die chinesische Währung sein: „Die jüngsten Zahlen erhöhen den weltweiten Druck auf Peking, endlich eine Aufwertung des Yuan zuzulassen. Zudem machen sie es der chinesischen Regierung argumentativ leichter, diesen Schritt zu gehen.“ Möglicherweise könnte der Yuan bereits zum Ende des Quartals 2010 aufgewertet werden, sollte der Export Chinas bis dahin weiter wachsen.

Kommentare (1)

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aruba

11.01.2010, 12:06 Uhr

Guten Tag,....Wenn wir den Teufeln den Aufschwung ? verdanken sollten; dann lehne ich Selbigen ab. besten Dank

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