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12.04.2012

07:45 Uhr

Presseschau

„EZB-Politik lässt Deutschland bluten“

Die Europäische Zentralbank könnte schon bald wieder am Staatsanleihenmarkt aktiv werden. Doch die Politik der EZB bleibt umstritten. Ihre Saat könnte besonders Deutschland schaden. Die Presseschau.

Die Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Kritiker gehen mit der EZB hart ins Gericht. dpa

Die Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Kritiker gehen mit der EZB hart ins Gericht.

Die Europäische Zentralbank könnte das erneut ins Visier der Märkte geratene Spanien aus der Schusslinie nehmen. Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré drohte spekulativen Anlegern damit, am Staatsanleihenmarkt wieder als Käufer aktiv zu werden, meldet das Handelsblatt.

Im Spiegel geht Wolfgang Münchau hart mit der EZB ins Gericht. Ihre Politik habe nur scheinbar die Bankenkrise gelöst. „In Wahrheit ist die Lage der europäischen Banken so schlimm wie nie. Und wie im Japan der neunziger Jahre haben die Regierungen keine Strategie, dieses Problem effektiv zu lösen.“ Die Liquiditätspolitik der EZB haben den Regierungen lediglich Zeit verschafft, „die Realität noch einmal drei Monate zu leugnen und das Problem auf die lange Bank zu schieben.“

In der Financial Times Deutschland warnt der Ökonom Daniel Gros (Centre for European Policy Studies) vor der „Dicken Bertha“ der EZB. Wegen der lockeren Geldpolitik lasteten schon heute enorme Kreditrisiken auf der EZB-Bilanz, die sie selbst kaum steuern könne. Sie könne nur hoffen, dass die Politik in Südeuropa Anpassungsmaßnahmen durchsetze, die den Empfängerbanken langfristiger Refinanzierungsoperationen ein Überleben ermöglichten.

Die Wirtschaftswoche meint, Deutschland stehe wegen der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank vor einer Phase der Inflation. Diese werde Vermögen und Wohlstand schmälern. Fazit: „Deutschland wird viel bluten für den Euro.“

Kommentare (31)

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Account gelöscht!

12.04.2012, 08:27 Uhr

Solange die Bundeskanzlerin die illegale Staatsfinanzierung der EZB nicht offen kritisiert, muss der deutsche Steuerzahler weiter bluten. Merkel scheint überfordert.

nanoflo

12.04.2012, 08:29 Uhr

Hmm, da müssten erst mal die Löhne aller!!! Branchen enorm steigen!!!
Ohne Moos nix los!!!
Deswegen Zinsen hoch!!!!!!!!!!!
Und Sozialabgaben auf Kapitalerträge!!!! Und die Sozialabgaben der AN senken!!!!

Oh-Wunder

12.04.2012, 08:33 Uhr

Dass jetzt auch noch die Wirtschaftswoche begriffen haben
"könnte", was schon seit Jahren bekannt ist, nämlich das
Deutschland das Zahlschwein wird, egal was es kostet,
die Inflationsraten steigen werden, Deutschland trotz
einer tollen Konjunktur immer mehr verschuldet, ist doch
schön.

Wie es aussieht, haben die "Experten" mal dem Volk aufs Maul geschaut, das diese Entwicklung schon lange voraussah.

Bin aber gespannt, wann dann wieder die Streicheleinheiten
für Merkel und Konsorten kommen.

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