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11.08.2011

07:17 Uhr

Presseschau

Frankreich kämpft um AAA

VonMaxim Kireev

Die internationale Presse sieht nach der US-Finanzkrise nun Frankreich in Gefahr, FTD und NZZ verabschieden das Steuerparadies Schweiz und Apple geht verstärkt gegen das Nachbauen seiner Stores vor. Die Presseschau.

Krisensitzung: Frankreichs Staatsführung sorgt sich um das Rating des Landes. Quelle: AFP

Krisensitzung: Frankreichs Staatsführung sorgt sich um das Rating des Landes.

WiesbadenDen plötzlichen Kurssturz der Aktien französischer Banken am gestrigen Mittwoch rekapituliert La Tribune. „Ein Hauch der Panik wehte durch die börsennotierten Finanzinstitute, die Société Générale verlor im Laufe des Tages über 20 Prozent, zu Börsenschluss waren es minus 14,7 Prozent.“ Aber auch die Aktien von BNP Paribas, Crédit Agricole und Natixis hätten nachgegeben, der französische Aktienindex CAC40 sei um 5,45 Prozent eingebrochen.

Ursache seien die schlechten Aussichten der SocGen, sie habe im Stresstest nicht gut abgeschnitten und ihre Gewinnerwartungen gedämpft. „Und dann goss die britische Zeitung Mail on Sunday Öl ins Feuer und verbreitete das Gerücht, die SocGen würde gerettet werden müssen. Auch wenn diese sofort dementierte, riss die Nachricht andere Aktien mit in den Keller.“ Der „fiebrige Markt“, aber auch das Umfeld hätten die Panik begünstigt: die stockende Umsetzung des griechischen Rettungsplans, die Gerüchte über eine mögliche Herabstufung Frankreichs durch Ratingagenturen, der weitere Rückgang des Wirtschaftswachstums - „das hat den Märkten einfach nicht gut getan.“

Frankreich steckt mitten im Kampf um sein AAA-Rating, analysiert das Wall Street Journal. Gewissermaßen hätten die Märkte das Land bereits herabgestuft, denn der Aufschlag auf französische Anleihen gegenüber den deutschen habe bereits 0,85 Prozentpunkte erreicht – drei Mal mehr als noch vor einem Jahr. Dies liege zum Teil an der hohen Schuldenquote, die mit 90 Prozent des BIP unter den verbliebenen AAA-Staaten am höchsten sei. Auch die Neuverschuldung von sieben Prozent im vergangenen Jahr werde nur von Griechenland, Irland, Spanien und Portugal übertroffen.

Im Unterschied zu den USA verfüge Frankreich zwar über einen Plan, die Verschuldung herunterzufahren, allerdings gehöre Paris zu den wichtigsten Geldgebern des Europäischen Stabilitätsmechanismus. „Eine Herabstufung Frankreichs wäre somit eine Bedrohung für den Euro“, kommentiert das Blatt.

Kommentare (11)

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watchdog

11.08.2011, 08:02 Uhr

Auf Geruechte und "Blaetter" sollte man nichts geben! Die Geruechte ueber SoCGen und Frankreich sind Quatsch und gefaehrlich - man sollte mit solchen Dingen nicht "zuendeln"

Karl

11.08.2011, 08:23 Uhr

Das nützt alles nichts....
Die Ratingagenturen sind korrupt und spielen ihr Spiel auf Befehl......
Das geplante Finale hat begonnen......

Anonymus

11.08.2011, 10:29 Uhr

Was soll denn überhaupt diese Headline?
Mit solchen Schlagzeilen trägt das Handelsblatt nicht gerade zu Deeskalation bei.
Alle drei großen Rating-Agenturen haben Frankreichs AAA Rating mit stabilem Ausblick besätigt. Eine Headline wie "Hedge Funds streuen vergebens Gerüchte" wäre mal ein Zeichen für Kompetenz und Sachverstand. Ihre Schlagzeile hätte so aber auch in der Bild stehen können....

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