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10.04.2012

07:25 Uhr

Presseschau

Friedensmarsch statt Kavallerie-Attacke 

VonDaniel Lenz

Zwar haben die Schweiz und Deutschland das Steuerabkommen unterzeichnet. Das Thema steht dennoch weiter ganz oben auf der Medien-Agenda: Denn die Steuerfahnder wollen trotz der Offensive weiter Daten kaufen.

Die Debatte um das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz erregt immer noch die Gemüter. Reuters

Die Debatte um das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz erregt immer noch die Gemüter.

DüsseldorfZwar haben die Schweiz und Deutschland am vergangenen Donnerstag ein Steuerabkommen unterzeichnet. Das Thema steht dennoch weiter ganz oben auf der Medien-Agenda. Im Fall der gestohlenen Credit-Suisse-Daten geht die Schweizer Bundesanwaltschaft nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung nicht nur gegen drei deutsche Steuerfahnder vor, sondern auch gegen einen deutschen Notar. Diesem werfe die Bundesanwaltschaft Geldwäscherei und Urkundenfälschung vor.

In der Sonntagszeitung  verschärft der Finanzminister von Baden-Württemberg, Nils Schmid, den Ton und kündigt den Kauf weiterer Daten-CDs an. Er erlaube seinen Steuerbeamten, aktiv nach Daten von Schweizer Banken zu forschen. Die SPD-regierten Länder hätten sich noch mal abgestimmt und sähen noch erheblichen Verbesserungsbedarf. „Für mehr Steuergerechtigkeit ist ein hoher Abgeltungssatz für die nachträgliche Legalisierung von Vermögen in der Schweiz erforderlich“, so Schmid.

Der Spiegel berichtet über den Steuerfahnder Peter B., Chef des Wuppertaler Finanzamts, den die Aktion der Schweizer Bundesanwaltschaft eher kalt zu lassen scheine. Er verhandele gerade über den Ankauf zweier neuer Datenpakete aus der Schweiz. Dabei handele es sich um interne Informationen der Zürcher Coutts-Bank, einer Tochter der Royal Bank of Scotland. Die Anbieter verlangten für rund tausend Kundendaten gut zwei Millionen Euro. Wie bei den vorangegangenen Datenkäufen wolle sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble an den Kosten zur Hälfte beteiligen.

Kommentare (2)

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10.04.2012, 09:06 Uhr

Wer solche Kommentare schreibt,sympathisiert offentsichtlich mit den kriminellen Praktiken der schweizer Banken.
Käuflich oder Eigeninteresse,oder nur billige Stimmungsmache???
Ein "JA" würde unser rechtstaaliches Denken total vor den Kopf stossen.
Hier geht es vor allem darum,dem kriminellen Schweizer Bankgeheimnis(und auch anderen)strikt entgegenzutreten.Es muß abgeschafft bzw.isoliert werden.Das vereinbarte Steuerabkommen ändert ja nichts,im Gegenteil, die Täter bleiben weiter anonym,und die Steuerbehörde wird ausgebremst.
-- UNGLAUBLICH!!! --
Bis zum 1.1.2013 können die Steuersünder(Verbrecher) längst ihr Schwarzgeld auf andere ausländische schweizer Filialen vorschoben haben. Die Banken helfen dabei ganz sicherlich.Was da noch übrigbleibt weiß ja keiner.
Daß CDU und FDP gewisse Wärme für CH-Banken verspürt ist geschichtlich verständlich.Bis zum Jahr 2000 saß KOHL im Beirat der Großbank Credit Suisse.-- Denke an die "KOFFER-Affäre",--Schäuble wußte von nichts,--
und die FDP hat es ja eh mit den Besserverdiener.
Der Ehrliche ist der Dumme!!.
Das darf nicht sein!!Heil Suisse… !?

Der gute Ruf ist dahin!
Dieses klägliche und unwürdige Feilschen um das letzte Zipfelchen Bankgeheimnis demaskiert die bisher hoch angesehene Schweiz. Es offenbart eine unanständige, gierige und skrupellosen Schweiz. Dieses Bild wird sich weltweit einprägen.

Andi

11.04.2012, 02:50 Uhr

So ein Quatsch: Dass ein Bankgeheimnis ¨kriminell¨ kann nur dem Kopf eines deutschen Un-demokraten entspringen. Wo kaemen wir den hin, wenn der Staat alles von einem weiss. Geld ist Privatsache! Von mir wird der Staat nie erfahren wieviel und wo mein Geld ist. Steuern zahlen ja, aber solange es Bankgeheimnisse gibt wird er mir wohl vertrauen muessen.

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