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11.04.2012

07:25 Uhr

Presseschau

Was, wenn Spanien außer Kontrolle gerät?

VonDaniel Lenz

Ministerpräsident Mariano Rajoy peitscht zwar ein Sparvorhaben nach dem anderen durch. Doch die Sorgen auf den Finanzmärkten halten an. Die Medien spielen eine Eskalation der Krise in Spanien durch. Die Presseschau.

Spaniens Ministerpräsident Rajoy: Die Regierung verkündet ein Sparvorhaben nach dem anderen. dpa

Spaniens Ministerpräsident Rajoy: Die Regierung verkündet ein Sparvorhaben nach dem anderen.

DüsseldorfSpanien rückt in der europäischen Finanzkrise immer stärker in den Mittelpunkt. Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy (Foto) verkündet ein Sparvorhaben nach dem anderen, aber die Nervosität und die Sorgen auf den Finanzmärkten halten unvermindert an. Die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Euro-Zone wird das Gespenst einer möglichen internationalen Rettungsaktion nicht los (Handelsblatt).

Die Krise in der EU sei nicht nur nicht vom Tisch, kommentiert das Wall Street Journal, vielmehr nehme sie einen immer größeren Teil des Tisches ein. Griechenland sei weltweit Nummer 32 nach dem Bruttoinlandsprodukt, Spanien Nummer 12 – und Italien Nummer acht. „Sollten Spanien und Italien außer Kontrolle geraten, dann wäre Griechenland für Spanien und Italien, was Bear Stearns im Vergleich zu Lehman war“. 

Die britische Financial Times zitiert den spanischen Zentralbanken-Chef Miguel Angel Fernández Ordóñez, der gestern erklärt habe, dass spanische Banken bei einer Verschlechterung de Wirtschaft zusätzliches Eigenkapital benötigten. Dabei verglich er die Bemühungen, den Finanzsektor zu reformieren, damit, einen „zweifachen Job auf einem Schiff in Not zu erledigen – während man die Evakuierung der Passagiere anordnet, muss man außerdem die Rettungsbote reparieren.“ Dagegen sorgten sich Beamte der EU stärker um den angeschlagenen Haushalt der Regierung und die Verschuldung der 17 autonomen Regionen in Spanien, schreibt die Financial Times.

Kommentare (15)

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smarty_32

11.04.2012, 08:21 Uhr

Dies wurde schon vor Monaten -ich wiederhole vor Monaten- bereits von sachkundigen Leuten auf www.querschuesse.de bereits analysiert. Unsere hochbezahlte unfähige Elite schaut weg, die Medien vertuschen so lange es geht und wenn es zu spät ist will keiner etwas gewusst haben.
Die neuesten TargetII Salden sprechen eine klare Sprache: Der Untergang der jetzigen Euro-Zone kommt!

kleinfeldt

11.04.2012, 08:34 Uhr

Ja, ich denke auch. Der Euro wird untergehen. Für uns Deutsche eine gute Sache. Eine Währung gegen den Willen der Mehrheit in Deutschland kann nicht funktionieren. Wahnsinnig sind die Bürger, die noch Geld zur Bank bringen für mickrige Sparbuch-bzw. Tagegeldzinsen und damit die Katastrophe noch weiter herauszögern!

Account gelöscht!

11.04.2012, 08:49 Uhr

Target2 hat nichts mit dem Untergang des Euro zu tun aber da wollen Menschen schockieren and da ist es nützlich etwas mal im Raum zu stellen.Das viel größere Problem als die 500 Mrd welche die Zentralbanken der Südländer der Bundesbank 'schulden' ist die Tatsache dass die Politik jetzt wieder Angst haben wird das Richtige zu tun, weil es Wahlen in Frankreich und in 2 Bundesländer gibt.Was man jetzt mit Spanien tun muss ist ganz einfach-das eigentliche Problem sind die Banken welche auf unverkaufte Immobilien sitzen.Man geht davon aus, dass Spanien dann eine Bankenrettung durchführen müsste und diese dann die Schulden Richtung 80-90% des BIP's explodieren lassen werden.Also muss man wieder Banken retten.Das Problem ist,das sind dann keine Garantien sondern echtes Geld aber man kann ja Anteile an der Bank erwerben und somit ist das nicht ein Totalausfall wie es mit Staaten ist.Wenn man die Banken rettet/vergesselschaftlicht und zwar mit Gelder aus dem EFSF/ESM wird Spanien nicht neue Schulden dafür aufnehmen müssen und sein Defizit verdreifachen.Da aber die Politiker weder in D noch in F oder Spanien das alles den Menschen auf der Strasse erklären können-wir sparen aber mit dem Geld für Renten,Krankenhäuser und Schulen retten wir wieder paar Banken,wird die EZB einspringen müssen.Damit haben Merkel und Schäuble schon gute Erfahrung gemacht.Die ganze Eurozone hat sich vom Gipfel zu Gipfel geschleppt und nicht gemacht bis in November EU Banken keine Dollar mehr von keinem auf dem Welt kriegen konnten und da müsste die Fed direkt reingehen und auch die übrigen Zentralbanken.

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