Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2003

14:05 Uhr

Meist schrumpfende Umsätze

Bei Obi ist die Baumarkt-Welt noch in Ordnung

Der deutsche Heimwerker greift derzeit lieber zum Pinsel statt zu Meißel und Hammer. Der Verbraucher sei unter anderem durch die steigende Arbeitslosigkeit massiv verunsichert, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB), Manfred Maus, am Freitag in Köln.

HB/dpa KÖLN. Sehr teure Sanierungsarbeiten würden in nicht wenigen Fällen verschoben. Dafür werde die Dekoration gewechselt oder auch nur der Anstrich erneuert. Das zeigten die Zahlen der Einzelhandelssparte im vergangenen Jahr.

Die deutschen Baumärkte nahmen 2002 zum vierten Mal in Folge weniger Umsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche ein. Die Erlöse seien bereinigt um neue Baumärkte um 3,2 Prozent gesunken. Einschließlich der neuen Filialen habe der Branchenumsatz um 0,6 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro abgenommen. Besonders stark war der Rückgang bei Fliesen (minus 5,8 Prozent), Werkzeug (minus 5,4 Prozent) sowie Sanitär und Heizung (minus 5,1 Prozent). Dagegen stiegen die Umsätze bei Farbe (plus 3,8 Prozent) sowie bei Garten und Camping (plus 2,9 Prozent) deutlich.

Deutschlands führende Baumarkt-Gruppe Obi habe 2002 gegen den Trend das beste Jahr in ihrer mehr als 30-jähren Firmengeschichte erzielt, erläuterte Maus, der auch Obi-Aufsichtsratschef ist. Der Umsatz sei durch die Auslandsexpansion um nahezu 10 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro geklettert. Der Gewinn der Holding habe um mehr als ein Drittel zugenommen. Der Obi-Biber lerne jetzt auch russisch: In Moskau sollen im Oktober gleich zwei Baumärkte eröffnet werden. In China werden 100 neue Märkte in den nächsten zehn Jahren angepeilt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×