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30.04.2003

17:39 Uhr

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Merck Finck strebt Ertragsverbesserung an

Die Privatbank Merck Finck & Co strebt nach deutlichen Gewinneinbußen 2002 im laufenden Jahr wieder eine Ertragsverbesserung an. Allerdings stehe 2003 bislang weiter unter ungünstigen konjunkturellen Vorzeichen, sagte der Sprecher der Geschäftsleitung, Alexander Mettenheimer, am Mittwoch in München.

vwd MÜNCHEN. Merck Finck werde daher erneut vor der Herausforderung stehen, "kosten- und risikobewusst zu agieren", sagte Mettenheimer. Eine konkrete Prognose wollte er jedoch angesichts der unsicheren Marktentwicklung nicht abgeben. Im ersten Quartal entwickelten sich die operativen Erträge laut Mettenheimer "unbefriedigend". Trotz eines Anstiegs des Dax verharrten die Umsätze "auf niedrigem Niveau". Der Zinsüberschuss sei erwartungsgemäß weiter zurückgegangen. Beim Provisionsüberschuss liege das Institiut in den ersten drei Monaten zwar über den Vorjahreswerten, allerdings immer noch "deutlich unter den Planungen". Die operativen Kosten seien im ersten Quartal gesenkt worden.

Die Verbreiterung der Kundenbasis und eine Verschlankung der Struktur nannte Mettenheimer als strategische Hauptziele. Demnach werde die Bank das IT-Basissystem OBS bis Anfang 2004 in mehreren Stufen im gesamten Haus eingeführt haben. Mit dem neuen System könne künftig ein Vielfaches des derzeitigen Auftragsvolumens abgewickelt werden. Zugleich sollen rund 20 Prozent der derzeit rund 490 Mitarbeiter in den nächsten zwei Jahren abgebaut werden. Mit der Übernahme der deutschen Private Banking Einheit der WestLB zum 1. April vergangenen Jahres habe Merck Finck über 1.000 Kunden hinzugewonnen, teilte die Bank weiter mit.

Im Geschäftsjahr 2002 hat Merck Finck einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen müssen. Der Jahresüberschuss sank auf 1,0 (Vorjahr 11,2) Mill. Euro. Beim operativen Ergebnis verzeichnete das Institut dem Geschäftsbericht zufolge einen Verlust von 8,4 Mill. Euro nach einem operativen Gewinn von 2,4 Mill. Euro ein Jahr zuvor. Das Ergebnis aus Finanzanlagen stieg vor allem durch den Verkauf von Aktienbeteiligungen auf 10,8 (5,9) Mill. Euro. Auch im laufenden Jahr werde bei Finanzanlagen ein Eegebnis über zehn Mioll. Euro erwartet, kündigte Mettenheimer an.

Der Zinsüberschuss ging 2002 auf 24,1 (32,0) Mill. Euro zurück. Der Provisionsüberschuss sank auf 39,7 (41,5) Mill. Euro. Den Verwaltungsaufwand hielt die Bank mit 78,8 (78,1) Mill Euro nahezu konstant. Aus der Risikovorsorge löste die Bank 8,7 (5,6) Mill. Euro auf. Die Grundsatz-I-Auslastung, also die Unterlegung von Risikoaktiva mit Eigenkapital, gab Merck Finck mit 15,4 (13,7) Prozent an. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 10,0 (8,0) Prozent.

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