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13.01.2003

16:15 Uhr

Messe Boot 2003

Gegenwind für Bootsbauer

Der Bootsabsatz in Deutschland verspürt Gegenwind. Der Bundesverband Wassersportwirtschaft rechnet in diesem Jahr angesichts der schwächelnden Wirtschaftslage mit einem niedrigeren Inlandsumsatz bei den Einsteigerangeboten. Dagegen wachse der Absatz hochklassiger Yachten weiter, sagte Verbandsgeschäftsführer Jürgen Tracht in Düsseldorf vor der Messe "boot" (18. bis 26. Januar 2003).

HB/dpa DÜSSELDORF. Kleine Motorboote zu einem Neupreis von bis 50 000 Euro seien bereits im vergangenen Jahr das Sorgenkind der Branche gewesen. Da vier Fünftel dieser Wassersportfahrzeuge importiert werden, seien davon vor allem die Bootshändler betroffen. Die Händler-Insolvenzen hätten 2002 spürbar zugenommen. Am besten laufe das Geschäft mit Segelbooten, die nach wie vor im Ausland sehr gefragt seien. Der Export habe lange Zeit Rückenwind vom relativ schwachen Euro bekommen.

Die deutsche Wassersportwirtschaft erzielte 2002 einen Umsatz von 1,67 Milliarden Euro. Preisbereinigt um Teuerungen bei Treibstoff und Öl sei der Umsatz um 3 bis 5 Prozent gesunken, teilte der Bundesverband mit. Bei Neubooten sei der Umsatz in Deutschland um 4 Prozent und bei den Gebrauchtbooten um 6 Prozent zurückgegangen. Im Trend lägen Boote mit mehr Raum. Statt der klassischen Herrenrunde steche immer öfter die ganze Familie in See. Inzwischen gehörten zu fast jeder zweiten Bootsbesatzung Kinder.

Die Wassersportbootbranche blicke trotz Konjunkturabkühlung im Inland optimistisch in die Zukunft. Mittelfristig erwarte mehr als jedes zweite Unternehmen eine bessere oder gleichbleibende maritime Konjunktur. Der seit drei Jahren laufende führerscheinfreie Verleih von Hausbooten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sorge für viele Einsteiger in den Wassersport. Auf der "boot" präsentieren knapp 1700 Aussteller ihre neuen Produkte und Dienstleistungen.

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