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14.01.2003

12:27 Uhr

Mexiko will Fördermenge anheben

Ölpreis notiert wieder unter 30 Dollar

Der Ölpreis ist am Dienstag nach der Ankündigung Mexikos über eine Anhebung seiner Fördermenge wieder knapp unter die psychologisch wichtige Marke gefallen.

Reuters LONDON. Zudem hofften Händler auf ein baldiges Ende des streikbedingten Lieferausfalls in Venezuela, dem weltweit fünftgrößten Erdöl-Exporteurs. In London fiel der Terminkontrakt für ein Barrel (rund 159 Liter) der führenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Februar um 22 Cent auf 29,98 Dollar.

Mexiko, das nicht Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist, hatte am Montagabend angekündigt, seine tägliche Fördermenge um 120 000 Barrel auf 1,88 Millionen Barrel steigern zu wollen. Damit war das lateinamerikanische Land einer Entscheidung der Opec vom Sonntag gefolgt, die angesichts stark gestiegener Ölpreise in Folge des Lieferausfalls Venezuelas und der Irak-Krise eine Anhebung ihrer täglichen Fördermenge um 1,5 Millionen Barrel auf 24,5 Millionen Barrel beschlossen hatte. Das Kartell will damit den weithin befürchteten Preisschock verhindern.

Händlern zufolge wird mit diesem Volumen aber nicht einmal der Rückgang der Förderung durch den Streik in Venezuela um vermutlich rund zwei Millionen Barrel pro Tag aufgefangen.

Schätzungen zufolge sind die venezolanischen Öllieferungen durch den seit nunmehr 44 Tagen dauernden Ausstand um 80 Prozent auf etwa 500 000 Barrel pro Tag geschrumpft. Allerdings hofften Händler, dass das am Montag aus Kreisen der Vereinten Nationen bekannt gewordene Treffen am Donnerstag zwischen Uno-Generalsekretär Kofi Annan und dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez sowie Vertretern der Opposition ein Ende des Generalstreiks herbeiführen kann.

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