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27.03.2003

10:04 Uhr

Microsoft kommt mit Alternative zu Adobes PDF

Office 2003 erleichtert Ausfüllen von Formularen

Mit dem neuen "Office 2003", das Softwarehersteller Microsoft in der zweiten Hälfte dieses Jahres auf den Markt bringen wird, hat der Konzern sein Software-Paket noch einmal erweitert. Neue ist u.a. das Programm "Infopath". Es dient zum Erstellen, Bearbeiten und Ausfüllen von Formularen

ruk/hsn MÜNCHEN. Neben Standardprogrammen wie Word, Excel, Outlook usw. werden auch diesmal wieder zusätzliche neue Software-Werkzeuge mitgeliefert, die das Arbeiten im Büro erleichtern sollen. Darunter ist ein Programm mit der Bezeichnung "Infopath" zum Erstellen, Bearbeiten und Ausfüllen von Formularen. Da die Software auch Dokumente mit vorgegebenem Layout transportiert, könnten Infopath-Dokumente künftig PDF-Dateien Konkurrenz machen. Ist das neue Officeprogramm erst auf dem Markt, werden sich Infopath-Dateien sehr schnell an vielen verschiedenen Stellen im Internet wiederfinden, so die Einschätzung der Fachredaktion "Heise-Online".

Branchenkenner glauben, dass sich der Softwarehersteller aus Redmond im US-Bundesstaat Washington mit Infopath gegen Softwarehersteller Adobes und dessen "PDF-Format" positionieren will. Das Dateiformat hat sich mehr und mehr durchgesetzt. Dokumente, die als PDF-Datei abgespeichert wurden, können so an Dritte weitergegeben werden und von diesen unter Beibehaltung der Formatierung, der Grafiken und Schriftarten mit einer kleinen kostenlosen Software - dem Acrobat-Reader - gelesen und ausgedruckt werden.

Adobe hatte im letzten Jahr angekündigt, sich mit seiner Software künftig stärker um die Verarbeitung elektronischer Formulare kümmern zu wollen. Der Acrobat- Reader soll dazu aufgemöbelt werden und es dem Benutzer in der Version 5.1 ermöglichen, PDFs in gewissem Maße zu bearbeiten - allerdings nur, wenn der Urheber des Dokuments die Rechte dafür explizit eingeräumt hat. Mehr Details zum neuen Acrobat will Adobe Anfang April bekannt geben.

Das "Infopath"-Programm arbeitet jedoch nicht nur mit Daten des Anwenders, sondern kann auch von anderen Programmen, etwa einer Datenbank, Einträge übernehmen. Bei einer Bestellung über das Internet etwa tippt der Benutzer an seinem Rechner nur seine Kundennummer ein - sofort erscheint die vollständige Anschrift, die automatisch aus der Datenbank des Anbieters übernommen wird.

Künftig sollen daher alle Office-Komponenten Infopath-Dokumente unterstützen, sagt Microsoft-Manager Jeff Raikes bei einer Präsentation der Beta-Version der neuen Bürosoftware in München. Microsoft rechnet derzeit mit etwa 400 Millionen Office-Nutzern weltweit, etwa 200 Millionen mit Lizenz, die andere Hälfte ohne

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